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Behinderten- und Freizeitsport-Verein Ascota Chemnitz e.V. - Rehabilitations-, Behinderten-, Freizeit-, Breiten- und Leistungssport    
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Startklassen im Schwimmen

Allgemeines

In einem langwierigen Prozeß seit den Anfängen des Behindertensports 1948 hat sich im Schwimmen der Behinderten ein System von Startklassen entwickelt. Startklassen dienen dazu den behindertungsbedingten Einschränkungen eines Sportlers Rechnung zu tragen. Es erfolgt dabei eine Unterteilung in körperliche, geistige und Sehbehinderungen. Im Schwimmen gibt es derzeit international 14 Startklassen.

Funktionelles Klassifizierungssystem (FCS) - Körperbehinderte

Als Richtschnur des Klassifizierungssystems dient eine numerische Berechnung der motorischen Fähigkeiten. Es wird unterschieden in Klassen für Freistil, Rücken und Schmetterling (S), Brust (SB) und Lagen (SM). Einem nichtbehindertem Schwimmer werden 300 Punkte zuerkannt.

S-Klassen: Freistil, Rücken, Schmetterling
Arme 130 Punkte
Beine 100 Punkte
Rumpf 50 Punkte
Start 10 Punkte
Wende 10 Punkte

SB-Klassen: Brustschwimmen
Arme 110 Punkte
Beine 120 Punkte
Rumpf 50 Punkte
Start 10 Punkte
Wende 10 Punkte

Die geringste Behinderung die zu einer Teilnahme berechtigt ist durch den Verlust von 15 Punkten gekennzeichnet. Abschließend erfolgt ein Praxistest im Wasser, welcher den wichtigeren Teil des Klassifizierungsverfahrens bildet.

Derzeit gibt es 10 Klassen (S und SM) für Freistil, Rücken Schmetterling und Lagen und 9 Klassen für das Brustschwimmen der Körperbehinderten. In den Startklassen S/SB/SM1 werden die Schwerstbehinderten und in S10/SB9/SM10 die am leichtesten Behinderten gewertet.

Sehbehinderung

Für Sehbehinderte existieren derzeit 3 Startklassen. Das minimale Handicap wird gegeben durch maximal 6/60 Sehvermögen mit der bestmöglichen Korrektur (Brille oder Kontaktlinse, etc.)

S11: blind bis Lichtempfindung ohne Formen erkennen zu können
S12: bis zu einem Sehvermögen von 2/60 oder einer Gesichtsfeldeinschränkung auf unter 5°
S13: bis zu einem Sehvermögen von 6/60 oder einer Gesichtsfeldeinschränkung auf unter 20°

Geistige Behinderung

Für Menschen mit geistiger Behinderung gibt es die Startklasse S14. Geistig behinderte Sportler dürfen in dieser Klasse starten wenn sie die Kriterien der Beurteilungskala erfüllen. Diese beinhalten zum Beispiel: die gutachterliche Bestätigung einer geistigen Behinderung oder der Bedarf der Hilfe und Unterstützung im alltäglichen Leben.

Allgemeinbehinderung

Alle Sportler die nicht die Mindeststandards für eins der Klassifizierungssysteme erfüllen nehmen an den Wettkämpfen in der Klasse der Allgemeinbehinderten (AB) teil. Voraussetzung ist der Nachweis eines GdB von mindestens 20.

Wertung nach der 1000 Punktetabelle

Die Wertung von Wettkämpfen in Deutschland erfolgt zumeister nach der aktuellen 1000 Punktetabelle des Deutschen Behindertensportverbands, Abteilung Schwimmen. Es handelt sich dabei um ein Punktsystem, das die startklassenspezifischen Weltrekorde zugrunde legt und aus diesen die Punkte für eine geschwommene Leistung analog zur LEN-Formel berechnet. Bei Aktiven ohne Behinderung werden die FINA-Weltrekorde zugrunde gelegt. Durch diese Umrechnung der erschwommenen Leistung in Punkte, können nun die Schwimmer aller Startklassen miteinander verglichen werden.

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