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Behinderten- und Freizeitsport-Verein Ascota Chemnitz e.V. - Rehabilitations-, Behinderten-, Freizeit-, Breiten- und Leistungssport    
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Pressespiegel

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 20.03.2017

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Probleme eines Sportlers mit Handicap

Beim 18. Schwimmfest des BFV Ascota ist auch das größte Chemnitzer Talent an den Start gegangen. Nico Clemens will nach oben, stößt aber an Grenzen.
Von Mario Schmidt, erschienen am 20.03.2017

Zeiten und Platzierungen waren für ihn am Samstag zweitrangig. "Ich muß erst mal testen, was ich kann. Wegen einer OP konnte ich fünf Wochen lang nicht trainieren", berichtete Nico Clemens in einer Wettkampfpause des 18. Schwimmfestes seines Vereins. 116 Aktive aus dem gesamten Bundesgebiet waren der Einladung des Behinderten- und Freizeitsportvereins (BFV) Ascota in die Schwimmhalle am Südring gefolgt. Die weiteste Anreise hatten die gehandicapten Sportler der BSG Espelkamp. Ihr Heimatort liegt in der Nähe von Lübbecke im tiefsten Nordrhein-Westfalen.

Für Nico Clemens kommt es darauf an, möglichst schnell wieder sein altes Leistungsvermögen zu erreichen. Im April stehen die Sachsenmeisterschaften an, der Saisonhöhepunkt steigt Anfang Juli bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften der Behindertenschwimmer in Berlin. "Dort will ich mich wie im Vorjahr für einige Finals qualifizieren", sagt der Schüler, dem die rechte Hand fehlt. Sein großes Ziel ist es, in die Fußstapfen der international einst so erfolg- reichen Chemnitzer Schwimmer Maria Götze, Daniel Clausner und Swen Michaelis zu treten. Doch der Weg dorthin ist lang - und mit reichlich Problemen gepflastert.

Beispielsweise kann Nico Clemens nicht verstehen, warum er die Sportoberschule in Chemnitz nicht besuchen darf. "Er wurde leider abgelehnt, wofür ich kein Verständnis habe. Man hat es auf den Mangel an Waßerflächen in der Stadt geschoben", bemerkt Claudia Barth, Trainerin der Leistungs- gruppe beim BFV Ascota. Mehr will sie zu diesem Thema lieber nicht sagen. Auch die Trainingsbedingungen seien für einen aufstrebenden Schwimmer wie Nico Clemens nicht optimal. "Eigentlich soll ich viermal die Woche trainieren, dreimal im Waßer und einmal im Kraftraum. Samstags fällt das Training in der Halle im Sportforum aber oftmals aus, weil dort Wettkämpfe stattfinden", berichtet der 15-Jährige, der die Untere Luisenschule besucht.

Er ist gegenwärtig der einzige Hoffnungsträger der Ascota-Behindertenschwimmer. "Es fehlt an Nachwuchs", erklärt Claudia Barth. Und Beßerung sei nicht in Sicht. "Die Gesellschaft und damit auch die Intereßen haben sich durch Smartphones und Computer verändert", sagt die Trainerin. Was erschwerend hinzukomme: Viele Kinder und Jugendliche, die wie Nico Clemens nur kleinere Behinderungen haben, besuchen normale Schulen. "Wir bekommen keine Informationen über sie. Da wir ausnahmslos ehrenamtlich beim BFV arbeiten, sind wir nicht in der Lage, alle Schulen zu besuchen", so Barth, die im Rollstuhl sitzt. Zudem würden Eltern die Möglichkeiten des Vereins überschätzen. "Sie wollen zwar, daß ihre behinderten Kinder Sport treiben. Doch wird die Frage gestellt, wer sie zum Training und wieder zurück nach Hause fährt", berichtet die junge Frau. Dies könne der BFV nicht leisten. Der Transport der Sportler sei Job der Eltern.

Dem Verein gehören nach Angaben des Vorstandes gegenwärtig rund 400 Mitglieder an. Sie betreiben hauptsächlich Rehabilitations- und Versehrtensport. Aber auch nicht behinderte Aktive seien beim BFV Ascota willkommen.
 

Amtsblatt vom 17.03.2017

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Breiten- und Leistungssport unterm Vereinsdach

Am 18. März findet in der Halle "Am Südring" das Schwimmfest des Behinderten- und Freizeitsport-Vereins Ascota Chemnitz statt. Es werden 100 Starter aus ganz Deutschland erwartet - sowohl Breiten- als auch Leistungssportler.
Amtsblatt befragte Claudia Barth, Trainerin einer Leistungssportgruppe beim BFV Ascota und den Vereinsvorsitzenden Uwe Barth zu den besonderen Herausforderungen im Schwimmsport Behinderter. Der BFV Ascota kann auf Medaillengewinner bei Paralympics und Weltmeisterschaften verweisen.

Maria Götze, Swen Michaelis, Daniel Clausner, Andreas Hausmann und Uwe Barth zählen zu den inzwischen nicht mehr aktiven Spitzen-Athleten des BFV Ascota. Welche Talente setzen nun die Erfolgsliste fort?

Uwe Barth: Aktuell sind im Verein leider keine Schwimmer auf dem Leistungsniveau einer WM oder von Paralympics. Nach unserer langen Liste erfolgreicher Sportler mag dies auf den ersten Blick vielleicht enttäuschen, ist es aber keinesfalls. Der paralympische Leistungssport hat in den letzten Jahren einfach eine rasante Entwicklung und Professionalisierung erfahren.
Als Verein Schritt zu halten, stellt uns vor neue und große Herausforderungen. Gleichfalls wird es unabhängig davon auch immer schwieriger Sportler mit Handicap zu finden. Das viel bemühte Schlagwort "Inklusion" macht es Menschen mit Behinderung zwar einfacher im Leben, uns als Sportverein für Menschen mit Beeinträchtigung aber auch schwieriger.
Menschen mit "leistungsportgeeigneten" Behinderungen, wie sie unsere erfolgreichen Sportler hatten, gehen in der Menge der gesunden Menschen "unter" und sind für uns als Verein nicht mehr leicht zu finden. Nichtsdestotrotz hat der BFV Ascota derzeit talentierte Schwimmer, u.a. Nico Clemens. Der 15-Jährige, dem die rechte Hand fehlt, hat auf jeden Fall Potenzial sportlich erfolgreich zu werden.


Findet der BFV Ascota genug junge Schwimmtalente und worauf sollten diese und deren Familien sich einstellen?

Uwe Barth: Nachwuchs im Leistungssportbereich ist leider seit längerem ein großes Problem für den Verein. Will ein Sportler mit Behinderung im paralympischen Schwimmen Leistungssport betreiben, so benötigt er, neben dem Willen, den Trainingsaufwand zu meistern sowie etwas erreichen zu wollen, vor allem die Unterstützung durch Familie und Freunde. Vieles was für gesunde Sportler normal ist, stellt paralympische Sportler vor Probleme: Wie komme ich zur Sportstätte? Benötige ich Hilfe in der Umkleide? Brauche ich Hilfe auf Wettkämpfen? Oftmals wird von Eltern erwartet, dass der Sportverein ihnen solches einfach abnimmt.

Breiten- und Leistungssport unter einem "Vereinsdach" ist hier gelebte Normalität. Warum ist dem Verein das wichtig?

Uwe Barth: Breitensport ist die Grundlage für erfolgreichen Leistungssport. Niemand beginnt einen Sport mit der Maßgabe, sofort leistungsorientiert trainieren und erfolgreich sein zu wollen. Im Normalfall ist der Spaß an Bewegung mit Anderen der Einstieg in den Sport, eben Breitensport. Dort werden geeignete Sportler dann gesichtet und gezielt gefördert, um später in den Leistungssportbereich zu wechseln. Ohne das Eine, wird es das Andere nicht geben. Bei unserem Wettkampf auch ambitionierten Breitensportlern die Möglichkeit zu geben, sich zu messen, ist daher nur logisch.

In der Leichtathletik kämpfen Sportler mit Handicap mitunter um Starts bei den Wettkämpfen Nichtbehinderter. Wie werden eigentlich die Starterklassen beim Schwimmen Behinderter eingeteilt?

Claudia Barth: Im Schwimmen werden drei Behinderungsarten unterschieden, die sich in Startklassen nach der Schwere der Behinderung differenzieren: funktionelle Beeinträchtigungen (Startklasse 1-10), Sehbeeinträchtigungen (Startklasse 11-13) und geistige Beeinträchtigungen (Startklasse 14). Die Einteilung erfolgt durch umfangreiche medizinische und sportliche Tests. Die Klassifizierung wird immer Streitpunkt sein, da Behinderungen nicht immer 100-prozentig vergleichbar sind. Die Klassifizierung versucht den Spagat zwischen dem Maximum an Fairness und einem hohen Maß an Einfachheit, um den Sport für Zuschauer attraktiv zu gestalten. Im Schwimmen wird daher in Deutschland auch seit einigen Jahren mit einem Punktesystem gearbeitet, das Vergleichbarkeit über Startklassen hinweg ermöglichen soll. Vereinfacht entsprechen dabei 1000 Punkte dem Weltrekord einer Startklasse. So können sich auch Schwimmer verschiedener Startklassen miteinander messen. Sportler mit funktionalen Beeinträchtigungen werden klassifiziert, in dem deren Fähigkeiten an Land und im Wasser beurteilt und daraufhin Punkte vergeben werden. Ein Gesunder erhält dabei 300 Punkte. Entsprechend seiner Behinderung und seiner erreichten Punktzahl wird ein Sportler dann einer der Startklassen zugeordnet. Da die funktionalen Anforderungen der verschiedenen Schwimmstile unterschiedlich sind, wird auch bei der Klassifizierung jeweils eine Startklasse für die Schlagschwimmarten (S), das Brustschwimmen (SB) und das Lagenschwimmen (SM) vergeben. Sportler mit Sehbeeinträchtigung werden entsprechend ihrer Restsehkraft in Startklassen eingeteilt. Zur Startklasse 11 gehören komplett blinde Sportler, in den Startklassen 12 und 13 Sportler mit starken Sehbehinderungen. Schwimmer mit geistiger Beeinträchtigung messen sich in Startklasse 14.

Sie betreuen Sportler verschiedenen Alters mit körperlicher, geistiger und Sehbehinderung in einer inklusiven Trainingsgruppe. Wie funktioniert das?

Claudia Barth: Die sportliche Methodik im Training von Menschen mit und ohne Behinderung unterscheidet sich nicht. Natürlich muss aber z.B. bei der Erstellung von Trainingsplänen die Aufgabe auf die körperlichen Fähigkeiten des Sportlers angepasst werden. Gerade aber im Bereich mit geistigen Beeinträchtigungen ist der sportliche Teil des Trainings nicht anders als bei Nichtbehinderten. Schwimmer mit geistiger Einschränkung haben im paralympischen Sport keine Sonderregeln, Schwimmstile müssen ebenso korrekt ausgeführt werden, wie dies bei Nichtbehinderten der Fall ist. Nur die Art der Arbeit mit dem Sportler unterscheidet sich. So müssen z.B. auch einfachere Übungen stetig wiederholt werden oder Techniken einfacher erklärt werden.

Das Schwimmfest stellt für einen Teil der Sportler einen wichtigen Stopp auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften vom 6. bis 9. Juli 2017 in Berlin dar. Welche Ihrer Athleten sind die aussichtsreichsten beim Wettkampf?

Uwe Barth: Nach jetzigem Stand wird Nico Clemens unseren Verein in Berlin bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) vertreten. International deshalb, weil die Deutschen Meisterschaften seit mehreren Jahren auch offen für ausländische Sportler sind und die IDM dieses Jahr zum ersten Mal Bestandteil der neuen Para Swimming World Series sein wird. Im letzten Jahr befanden sich so z.B. 65 ausländische Vereine im Teilnehmerfeld. Die Teilnahme an der IDM verlangt also bereits ein hohes Leistungsniveau von den Sportlern.

Der Job als Trainerin von Athleten im Paralympisches Schwimmen stellt besondere Anforderungen an Sie selbst. Welche sind das?

Claudia Barth: Die größte Herausforderung ist immer mehr der hohe Grad an Professionalisierung im paralympischen Leistungssport. Zum Beispiel bringen die Trainingsumfänge, die mittlerweile bereits für den nationalen Bereich notwendig sind, das Ehrenamt, in dem unsere Übungsleiter und Trainer arbeiten, an seine Grenzen - einerseits unterliegt das Ehrenamt gesetzlichen Regelungen, zum anderen ist als berufstätiger Mensch auch der Zeitaufwand an sich nicht zu unterschätzen. Trotzdem gehe ich immer noch sehr gern und leidenschaftlich dieser Aufgabe nach.

Uwe Barth: Freuen würden wir uns, wenn mehr junge Menschen Interesse für die ehrenamtliche Aufgabe als Übungsleiter am Beckenrand zeigen und den Weg zu uns als Verein finden würden.
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 15.03.2017

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Behindertensport - Schwimmfest mit 100 Startern

Der Behinderten- und Freizeitsportverein (BFV) Ascota bereitet sein 18. Schwimmfest vor. "Wir erwarten am Samstag dazu etwa 100 Starter aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Wettkämpfe werden zwischen 10 und 17 Uhr in der Schwimmhalle am Südring ausgetragen", sagt BFV-Vorsitzender Uwe Barth. Ein- geladen seien Aktive mit und ohne Handicap. Die Veranstalter zeigen sich mit der Resonanz zufrieden. "Wir konkurrieren mit einer Vielzahl an nationalen und internationalen Ereignißen. Trotzdem konnte sich das Ascota-Schwimmfest im Kalender der deutschen Behindertensportler über die Jahre behaupten", erklärt Barth. Der BFV könne mit der Mischung aus familiärer Atmosphäre und profeßionellem Wettkampf punkten. Für die leistungsorientierten Schwimmer des Vereins sei die Veranstaltung eine wichtige Zwischenstation auf dem Weg zur Internationalen Deutschen Meisterschaft im Juli in Berlin. (ms)
 

Amtsblatt vom 10.03.2017

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Schwimmer mit Behinderung messen sich

Am 18. März, 10 bis 17 Uhr, findet in Chemnitz in der Schwimmhalle "Am Südring" das BFV Ascota Schwimmfest statt. Der Verein ist Veranstalter und Ausrichter zugleich und organisiert in der Schwimmhalle "Am Südring" einen hochkarätigen inklusiven Wettkampf im Schwimmen für Menschen mit und ohne Behinderung.
Der Verein erwartet zum BFV Schwimmfest in der Schwimmhalle "Am Südring" etwa 100 Starter aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Wettkampf bietet ambitionierten Freizeitsportlern des Vereins die Chance ihre Leistungsfähigkeit beweisen zu können. Zugleich stellen auch die etablierten Leistungsschwimmer ihr Leistungsvermögen unter Beweis.
Das Hauptaugenmerk liegt bei letzteren auf der Leistungssportgruppe von Trainerin Claudia Barth. Sie betreut Wettkampfsportler unterschiedlichen Alters mit körperlicher, geistiger oder Sehbehinderung in einer inklusiven Trainingsgruppe.
In der Trainingsplanung stellt das Schwimmfest dabei für einen Teil der Sportler einen wichtigen Zwischenstopp auf dem Weg zu den Internationen Deutschen Meisterschaften dar. Diese finden 2017 vom 6. bis 9. Juli in Berlin statt. Paralympisches Schwimmen ist Hochleistungssport, der der Förderung des Sportlers bedarf.
Die Trainingsanforderungen an paralympische Athleten haben sich auch in den letzten Jahren weiter gesteigert. Mehrfaches Training ist in der Woche ist bereits Normalität, um auch nur im nationalen Bereich vorn mitschwimmen zu können.
Der Behinderten- und Freizeitsportverein Ascota Chemnitz (BFV) e.V. hat sich als Verein für Rehabilitations- und Behindertensport, Freizeit- und Erholungssport, sowie Breiten- und Leistungssport in Chemnitz seit langem etabliert. Aktuell treiben etwa 400 Mitglieder in integrativen Gruppen, unter Anleitung lizenzierter ehrenamtlicher Übungsleiter und Trainer, gemeinsam Sport.

Weiteres unter www.bfv-ascota.de oder auf der Facebook-Seite https://www.facebook.com/bfvascota.
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 23.11.2016

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Behindertensport - Schwimmer holen drei Medaillen

Deutsche Kurzbahnmeisterschaft im Schwimmen für Menschen mit Behinderung 2016
Mit dreimal Edelmetall im Gepäck sind die Schwimmer des Behinderten- und Freizeitsportvereins (BFV) Ascota von den Deutschen Meisterschaften für Aktive mit Handicap aus Remscheid zurückgekehrt. Im Einzelwettbewerb holte der 17-jährige Silvio Walther in seiner Klasse Silber über 400 Meter Freistil. Dazu erkämpften die Chemnitzer noch zwei Medaillen als Mannschaft über viermal 100 Meter Lagen (Silber) und viermal 50 Meter Lagen (Gold). Insgesamt waren fünf BFV-Schwimmer bei den Titelkämpfen am Start. "Diese geringe Anzahl an Teilnehmern spiegelt leider die aktuellen Nachwuchssorgen unseres Vereins im Leistungssportbereich wider", sagte Ascota-Vorsitzender Uwe Barth. (ms)
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 24.08.2016

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Bei den Paralympics am Ball

Der 19-jährige Oliver Hörauf nimmt als Goalballspieler an den Paralympics in Rio teil. Doch warum ist er dort der einzige Chemnitzer Starter?
Von Bernd Wild Er fühlt sich wie auf Wolke sieben. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit dem Behinderten- und Freizeitsport-Verein (BFV) Ascota Chemnitz geht für Goalballer Oliver Hörauf ein weiterer Traum in Erfüllung. Der 19-Jährige nimmt an den Paralympischen Sommerspielen vom 7. bis 18. September in Rio de Janeiro teil. "Ich will nicht überheblich sein, aber ein bisschen habe ich damit geliebäugelt", gesteht der Chemnitzer.

Goalball ist eine Ballsportart für Menschen mit Sehbehinderung. Zur Chancengleichheit tragen alle Spieler lichtundurchlässige Brillen. Während des Spiels müssen die Akteure einen 1250 Gramm schweren Klingelball ins gegnerische Tor werfen. Zu einer Mannschaft gehören drei Spieler. Der Hartgummiball, in dessen Inneren sich Glöckchen zur akustischen Wahrnehmung befinden, muss flach über den Boden geworfen werden. Die Ballspielart ist bereits seit 1976 paralympisch.

Die Goalballer der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte, die unter dem Dach des BFV Ascota Chemnitz trainieren, sind in diesem Jahr erstmals Deutscher Meister geworden. "Das war schon ein Paukenschlag, denn zum ersten Mal haben wir den Rekordmeister Marburg hinter uns gelassen", berichtet Hörauf. Im hessischen Marburg befindet sich der einzige Paralympische Stützpunkt für Goalball in Deutschland. Momentan ist die Stadt auch die Wahl-Heimat von Hörauf. "Ich mache dort seit Sep- tember 2015 mein Fachabitur im Bereich Sozialwesen. Deshalb trainiere ich unter der Woche auch in Marburg", erklärt der 19-Jährige. In der Bundesliga spiele er weiter für Ascota. "Ich komme nach wie vor gern nach Chemnitz, denn hier habe ich mit dem Goalballspielen angefangen", ergänzt der Nationalspieler.

In der dritten Klasse habe er zum ersten Mal Erfahrungen mit dem Goalball gesammelt. "Doch so richtig anfreunden konnte ich mich vorerst nicht mit dieser Sportart. Deshalb wechselte ich zum Schwimmen", erzählt er. Aber auch das habe nicht hundertprozentig geklappt. Nachdem er dann zwei Jahre sportlich wenig gemacht habe, landete er 2012 doch wieder beim Goalball - und hat es bis heute nicht bereut. "Ich hoffe, bei den Paralympics in Rio de Janeiro weitere Erfahrungen sammeln zu können", ergänzt Oliver Hörauf.

Er setzt eine erfolgreiche Tradition des BFV Ascota fort. "Seit Barcelona 1992 bis London 2012 waren durchgängig Aktive aus unserem Verein bei den Paralympischen Sommerspielen am Start", sagt Vereins-Chef Uwe Barth. Dabei habe es sich immer um Schwimmer gehandelt. "Dennoch freuen wir uns, dass diesmal ein Goalballer bei den Paralympics dabei ist, auch wenn der Bezug ein wenig anders ist. Denn wir als Verein haben mit dem Goalball-Training wenig zu tun. Das läuft mehr über das Berufsbildungswerk für Blinde und Sehbehinderte an der Flemmingstraße", so Barth.

Die Zusammenarbeit sei nicht immer einfach. "So müssen Goalballer sowohl gegenüber dem Berufsbildungswerk als auch uns als Verein Rechenschaft ablegen", betont Barth. Die Kooperation sei aber notwendig geworden. Grund: Die Goalballer mussten sich einem Verein anschließen, der Mitglied im Deutschen Behinderten-Sportverein (DBSV) ist. "Und der BFV Ascota gehört zum Sächsischen Behinderten- und Rehabilitationsverband, der dem DBSV unterstellt ist", erklärt der 36-Jährige.

Oliver Hörauf wird der einzige Chemnitzer Starter bei den Paralympics in Rio sein. Zum ersten Mal nach 24 Jahren sind keine Schwimmer der Stadt dabei - für BFV-Chef Barth kein Beinbruch. "Es wird immer schwieriger, geeignete Aktive mit Handicap zu finden. Neben dem Sportlichen spielen die Selbstständigkeit und auch die Familie eine entscheidende Rolle", hebt Barth hervor. So sei zum Beispiel die Frage wichtig, wie der Behinderte ohne Probleme zum Training kommt. "Trotz der Schwierigkeiten ist der Leistungssport bei Ascota nach wie vor eines der wichtigsten Stand- beine", so der Vereinsvorsitzende. Die Anforderungen seien sehr hoch. Denn: "Wer heute Behindertensport als Leistungssport betreibt, muss die gleichen Trainingsumfänge wie ein Nichtbehinderter absolvieren."
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 22.03.2016

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Schwimmer mit Behinderung messen sich

Rund 100 Sportler aus ganz Deutschland ...
... sind am Wochenende dem Aufruf des Behinderten- und Freizeitsportvereins (BFV) Ascota gefolgt. Sie nahmen in der Schwimmhalle am Südring am 17. Schwimmfest teil, einem Wettbewerb für Athleten mit Behinderung. Die weiteste Anreise hatten Schwimmer aus Stralsund. "Wir sind mit der Resonanz zufrieden, auch wenn wir schon mehr Teilnehmer hatten", sagte BFV-Vorstandsvorsitzender Uwe Barth. Viele Behindertensportler würden im Hinblick auf die Paralympics in Rio de Janeiro im Sommer nur ausgewählte, große Wettkämpfe aufsuchen, erklärte Barth. Dort seien leider keine Chemnitzer Schwimmer am Start (gemeint ist in Rio, Anmerkung BFV Ascota), bedauerte der Vereins-Chef. Der BFV Ascota zählt derzeit rund 400 Mitglieder. Leistungsschwimmen betreiben sechs von ihnen.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 16.03.2016

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Schwimmfest von Ascota: 100 Sportler erwartet

Behindertensportverein richtet Wettbewerb aus und hat Nachwuchssorgen
Der Wettkampfkalender ist voll, die Konkurrenz durch andere Wettbewerbe groß - und dennoch ist Uwe Barth zufrieden. Der Vorstand des BFV Ascota richtet mit seinem Verein am Samstag ab 10 Uhr zum 17. Mal das Schwimmfest genannte Turnier für Behindertensportler aus. In der Schwimmhalle "Am Südring" werden dabei rund 100 Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet um Medaillen kämpfen, kündigt er an.

Dem gastgebenden Behinderten- und Freizeitsportverein Ascota Chemnitz gehören derzeit rund 400 Mitglieder an. Der Club hat sich auf Rehabilitations- und Behindertensport, Freizeit- und Erholungßport spezialisiert. Das Hauptaugenmerk liegt laut Barth auf der Leistungßportgruppe von Trainerin Claudia Lange. Sie betreut Wettkampfsportler unterschiedlichen Alters mit körperlicher, geistiger oder Sehbehinderung in einer integrativen Trainingsgruppe. Für sie ist das Schwimmfest am Samstag ein wichtiger Zwischentest auf dem Weg zu den Internationalen Deutschen Meisterschaften. An den Paralympics in Rio de Janeiro wird allerdings in diesem Jahr kein Chemnitzer teilnehmen, bedauert der Vorstand. Erfolgreiche Athleten wie Sven Michaelis haben ihre Karriere beendet. "Die entstehende Lücke zu schließen, wird immer schwieriger", so Uwe Barth. Die Nachwuchsfindung stelle den Verein vor immer anspruchsvollere Aufgaben. (lumm)

 

Amtsblatt vom 09.03.2016

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Schwimmfest für Athleten mit Handicap

Am 19. März findet zwischen 10 und 17 Uhr in Chemnitz das BFV Ascota Schwimmfest statt. Der BFV Ascota Chemnitz e.V. wird, wie auch die Jahre zuvor, wieder als Veranstalter und Ausrichter fungieren und dabei in der Schwimmhalle "Am Südring" einen hochkarätigen Wettkampf im Schwimmen für Menschen mit Handicap bieten. Gerade in den ersten Monaten des Jahres existiert eine hohe Dichte an Wettkämpfen.
Das BFV Schwimmfest konkurriert in dieser Zeit mit einer Vielzahl an nationalen und internationalen Events. Trotzdem konnte sich das BFV Ascota Schwimmfest im Kalender der deutschen Behindertensportler behaupten. Der Verein erwartet in der Schwimmhalle "Am Südring" etwa 100 Starter aus dem gesamten Bundesgebiet.
Für manchen Sportler ist das Schwimmfest wichtiger Zwischenstopp auf dem Weg zu den Internationen Deutschen Meisterschaften. Die Trainingsanforderungen an paralympische Athleten haben sich in den letzten Jahren derart gesteigert, dass mittlerweile mehrfaches Training in der Woche benötigt wird, um auch nur im nationalen Bereich vorn mitschwimmen zu können. Um international an die Weltspitze zu kommen, ist tägliches Training schon fast Pflicht. 2016 schließt sich auch der paralympische Zyklus und gipfelt in den Spielen in Rio.
Anders als bei allen Paralympics seit 1992 nimmt in diesem Jahr kein Schwimmer des BFV Ascota an der größten Veranstaltung im Behindertensport teil. Die großen Chemnitzer Namen im Behindertensport, wie Maria Götze, Swen Michaelis oder Daniel Clausner, haben ihre Schwimmkarrieren beendet.
Die entstehende Lücke zu schließen, wird immer schwieriger, weil Nachwuchs fehlt. Um im paralympischen Leistungssport erfolgreich sein zu können, bedarf es einiger Voraussetzungen.
Für viele Dinge, die gesunde Sportler allein erledigen, benötigen Sportler mit Handicap oftmals Hilfe der Familie.
Der Behinderten- und Freizeitsportverein Ascota Chemnitz (BFV) e.V. hat sich als Verein für Rehabilitations- und Behindertensport, Freizeit- und Erholungssport, sowie Breitenund Leistungssport in Chemnitz seit langem etabliert.
Aktuell treiben etwa 400 Mitglieder in integrativen Gruppen, unter Anleitung lizenzierter ehrenamtlicher Übungsleiter und Trainer, gemeinsam Sport. Integration heißt für den Verein dabei, dass auch nichtbehinderte Sportler im Verein willkommen sind.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 20.03.2015

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Behindertensport: Verein plagen Sorgen vor Schwimmfest

Der BFV Ascota richtet morgen sein traditionelles Turnier aus. Der Club hat zahlreiche Talente hervorgebracht, derzeit aber Probleme, Nachwuchs und Trainer zu finden.
Die Jagd nach Bestzeiten ist morgen für Schwimmer mit Handicap eröffnet. Zum 16. Mal richtet der Behinderten- und Freizeitsportverein (BFV) Ascota Chemnitz sein Schwimmfest aus. Die Wettbewerbe werden zwischen 10 und 16 Uhr in der Schwimmhalle "Am Südring" ausgetragen.
14 Vereine aus dem gesamten Bundesgebiet sind mit von der Partie. Laut dem BFV-Vorsitzenden Uwe Barth haben die rund 100 Aktiven in 391 Starts gemeldet. Zwar sind dies weniger als in den Vorjahren, unzufrieden ist der Veranstalter aber nicht. "Das BFV-Schwimmfest konkurriert stets mit Trainingslagern, nationalen Meisterschaften und internationalen Events, wie zum Beispiel den Danish Open. Deshalb sind bei uns weniger nationale Spitzenschwimmer am Start", erklärt der Vereinschef. Trotzdem genieße die Veranstaltung bundesweit einen guten Ruf. Alljährlich gelingt dem Ausrichter dabei der Spagat, einen profeßionellen Wettkampf und ein freundschaftliches Schwimmfest auf die Beine zu stellen. Sowohl Leistungßportler als auch Freizeitschwimmer haben die Möglichkeit, ihr Potenzial zu beweisen.

Kaum Spitzentalente in Sicht

Etwa 40 Schützlinge gehen vom BVF am Samstag ins Becken, darunter die Leistungsträger Christian Flemming, Silvio Walther und Nico Clemens. "Für Silvio und Nico ist das Turnier eine erste Bewährungsprobe im Hinblick auf die Internationalen Deutschen Meisterschaften Mitte April in Berlin", weiß Uwe Barth, einst selbst aktiver Behinderten-Schwimmer und Teilnehmer an den Paralympics 2000 in Sydney. Etwa 15 Kinder und Jugendliche trainieren das Schwimmen beim BFV leistungsbezogen. Absolute Spitzentalente wie früher Swen Michaelis oder Maria Götze habe man derzeit nicht im Verein, aber mit den beiden Jungs wachsen zwei Talente heran.
Vor allem in den 13-jährigen Nico Clemens, dem die rechte Hand fehlt, setzt der Verein besondere Hoffnungen. Im vergangenen Jahr war der Schüler bereits zum Trainingslager des deutschen Nachwuchs-Bundeskaders eingeladen. Aus Zeitgründen war ihm eine Teilnahme damals allerdings nicht möglich. "Nico hat das Talent, die körperlichen Anlagen und die Unterstützung seiner Eltern, sprich: Alles, um auf dem internationalen Parkett des Behindertensports zu bestehen", betont Barth.
Solch ein Glücksgriff sei selten. Die Nachwuchßituation im Versehrten-Schwimmen ist problema-tisch, denn generell sei es sehr schwierig, Talente zu finden. "Immer mehr Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung besuchen Regelschulen. Damit sind sie für uns schwer zu greifen. Beim Transport zum Training sind wir außerdem auf die Hilfe der Eltern angewiesen, woran es oft scheitert", benennt der Vereinsvorsitzende Probleme. Einen Fahrdienst zu den übungseinheiten kann der Verein nicht stemmen. Doch gerade dieses regelmäßige, akribische Training braucht es mittlerweile. "Behindertenschwimmen bedeutet Hochleistungßport. Die Profeßionalisierung ist weit vorangeschritten. Wer es leistungsorientiert betreiben will, muß auch dementsprechend trainieren, das heißt, fast täglich", weiß der 34-Jährige.

Mehr Hallenbäder nötig

Kleine Vereine, wie der BFV, mit begrenzten Trainerkapazitäten und Schwimmzeiten stoßen da an ihre Grenzen. Im Zuge deßen müßen Aushängeschilder wie einst Swen Michaelis, mehrfacher Welt- und Europameister, an Talentstützpunkte wechseln. Beschweren möchte sich der Vereinschef aber nicht: "Die Zusammenarbeit mit dem Sportamt ist gut. Unsere Hallenzeiten sind seit Jahren auf einem konstanten Niveau. Kritisch wird es nur, wenn Bäder aufgrund von Sanierungsarbeiten länger als geplant schließen."
Allgemein besteht bei Chemnitzer Vereinen, so auch beim BFV, ein höherer Bedarf an Waßerflächen als verfügbar ist. Stehen Schwimmhallen dann länger nicht zur Verfügung, ist das Training nur sehr eingeschränkt möglich. Die Trainersituation bereitet dem Ehrenamtler aber mehr Sorgen: "Unsere übungsleiter sind mit sehr viel Motivation und Liebe bei der Sache, aber meist schon älter. Vom Nachwuchs kommt bisher kaum etwas nach."

390 Mitglieder in 25 Sportgruppen

Der BFV Ascota zählt derzeit 390 Mitglieder in insgesamt 25 Sportgruppen. Zum Angebot des Vereins gehören neben dem Schwimmen unter anderem Waßer- und Rollstuhlgymnastik, Rollstuhltanz, Asthmasport sowie sportliche Betätigungen mit geistig und mehrfach behinderten Menschen.
Das 16. Schwimmfest des Vereins findet morgen ab 10 Uhr in der Schwimmhalle am Südring, Max-Schäller-Straße 5, statt. (ruma)


 

Amtsblatt vom 18.03.2015

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Hochkarätiger Wettkampf behinderter Schwimmer

Zum 16. Mal in Folge findet am 21. März in Chemnitz das BFV Ascota Schwimmfest statt. Der BFV Ascota Chemnitz wird, wie auch die Jahre zuvor, wieder als Veranstalter und Ausrichter fungieren und dabei in der Schwimmhalle "Am Südring" einen hochkarätigen Wettkampf im Schwimmen für Menschen mit Behinderung bieten. Für Stadtverwaltungsmitarbeiter und Ascota-Vorstand Uwe Barth ist das Schwimmfest wegen seiner Mischung aus familiärer Atmosphäre und professionellem Wettkampf eine Veranstaltung, die Einblicke in den Behinderten-Leistungssport gebe.
Gerade in den ersten Monaten des Jahres existiert eine hohe Dichte an Wettkämpfen. Das BFV Schwimmfest konkurriert in dieser Zeit mit Trainingslagern, nationalen Meisterschaften und internationalen Events, wie beispielsweise den Danish Open. Trotzdem konnte sich das BFV Ascota Schwimmfest im Kalender der deutschen Behindertensportler behaupten. Die Veranstalter erwarten in der Schwimmhalle des Sportforums auch in diesem Jahr etwa 100 Starter von Vereinen aus dem gesamten Bundesgebiet.

 

Blick Chemnitz vom 19.11.2014

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Behindertenschwimmen Trio mit Medaillen

(sch) Bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften im Schwimmen der Behinderten in Riesa waren drei Sportler des BFV Ascota am Start. Nico Clemens gewann bei der C-Jugend Silber über 200 Meter Brust und Bronze über 100 Meter Lagen. Silvio Walther holte Gold über 800 Meter Freistil der B-Jugend. Und auch Christian Flemming war auf der 800 Meter Freistil Distanz erfolgreich. In der offenen Wertung schwamm der Chemnitzer mit deutschem Rekord in seiner Klasse auf den achten Platz. "Das war ein ordentliches Ergebnis", sagte Uwe Barth, Vorsitzender des BFV Ascota. Allerdings sprach er auch Nachwuchssorgen im Behindertenschwimmen an.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 30.04.2014

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Schwimmerin holt zweimal Silber

Lisa Tautenhahn vom Behinderten- und Freizeitsportverein (BFV) Ascota Chemnitz hat bei den internationalen deutschen Meisterschaften für Schwimmer mit geistigen oder körperlichen Handicaps in Berlin in ihrer Klasse überraschend zwei Silbermedaillen über 50 Meter Schmetterling und 200 Meter Freistil gewonnen. Auch die beiden anderen Nachwuchsstarter des BFV konnten in der Hauptstadt überzeugen. Silvio Walther holte Silber über 400 Meter. Und Nico Clemens schwamm mehrere persönliche Bestzeiten, so dass er von Bundestrainerin Ute Schinkitz eine Einladung zu einer Trainingseinheit mit der behinderten Top-Athletin Kirsten Bruhn erhielt. An den Titelkämpfen in Berlin beteiligten sich 410 Aktive aus 56 Nationen. Insgesamt 2300 Einzelstarts wurden absolviert. (ms)

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 24.03.2014

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Schwimmfest lockt mehr als 100 Sportler

111 Schwimmer mit Behinderung folgten der Einladung des BFV Acota nach Chemnitz. Darunter war ein Paralympics- Sieger und ein Chemnitzer, der gerade aus Sotschi zurückgekehrt ist.
(Von Peggy Schellenberger) Immer wieder hetzte Gunter Thiele mit seinem Rollstuhl am Samstag durch die Schwimmhalle im Sportforum, der Schweiß perlte ihm von der Stirn. Der stellvertretende Vorsitzende des Behinderten- und Freizeitsport-Vereins Ascota (BFV) und die 40 Mitstreiter hatten mächtig zu tun beim 15. Schwimmfest, welches am Samstag stattfand.
421 Starts legten die 111 Sportler und Sportlerinnen aus 17 Vereinen des gesamten Bundesgebietes hin. Immer wieder ertönte der Startpfiff, Jugendliche und Erwachsene zischten ehrgeizig die Bahnen entlang. Am Beckenrand wurde gejubelt und angefeuert. "Dieser Wettkampf hat Tradition und ist ein wichtiger Bestandteil im Kalender des bundesweiten Behindertensports", weiß Gunter Thiele, der selbst einmal aktiver Behinderten-Schwimmer war und sogar bei den Paralympics in Barcelona vor 22 Jahren startete. Jahrelang hat er als Trainer im Leistungsbereich des BFV Ascota gearbeitet. Am Samstag half er in der Wettkampfleitung, die auch vom Hausherren, dem Schwimm-Club Chemnitz, unterstützt wurde, tatkräftig mit.
Mit am Start beim Schwimmfest war Lisa Tautenhahn, die seit fünf Jahren beim BFV trainiert. Sie startete in der Spezialklasse der Sportler mit geistigen Behinderungen und jubelte nach ihrem ersten Lauf und dem Sieg ausgelassen. "Ich hab mich im Wasser mal umgedreht, aber die waren alle weit hinter mir", sagte die 16-Jährige glücklich. Die Schwimmerin genoss die vielen Schulterklopfer, vor allem von ihrer Trainerin Claudia Lange, die sich mit ihren Kollegen liebevoll um die Sportler kümmert.
Dem BFV Ascota war es erneut gelungen, mit Detlef Schmidt einen echten Star zum Start in Chemnitz zu begeistern. Die Bilanz des 54-Jährigen vom Berliner SV Nordost ist beeindruckend. Der Schwimmer holte in seiner Karriere dreimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze bei insgesamt drei Paralympischen Sommerspielen. Außerdem ist er dreifacher Weltmeister auf seinen Spezialstrecken Rücken und Kraul. "Der Wettkampf ist ein Muss für uns alle, Chemnitz steht einmal im Jahr fest im Programm", betont der drahtige Mann, dem im Alter von acht Jahren der linke Oberschenkel amputiert werden musste.
Außenstehende Zuschauer wunderten sich indes über die interessanten Startkonstellationen, denn körperlich Behinderte schwammen gemeinsam mit Freizeitsportlern im selben Lauf um die Wette. "Das ist eine ganz spezielle Wertung. Je nach Einstufung der Behinderung gibt es besondere Berechnungen, sodass die Gesamtplatzierung nicht ausschließlich von der reinen Zeit des Laufes abhängig ist", erklärte Gunter Thiele und verwies auf das mehrköpfige Wettkampfgericht. Das hatte mit akribisch geführten Listen und schnurrenden Laptops professionell den überblick behalten.
Sportlich topfit aber gedanklich noch etwas neben der Spur war Christian Flemming, der erst vier Tage zuvor voller Eindrücke vom Jugendlager der Paralympics in Sotschi zurückgekehrt ist und am Samstag gleich mehrere Starts beim Schwimmfest hinlegte. "Wir haben im olympischen Dorf gewohnt. Wir haben am Skihang gestanden und konnten zum Beispiel die fetzigen Siege von Anna Schaffelhuber hautnah erleben", war der 17-Jährige noch aufgeregt.
Trotz einer geistigen Behinderung verfolgt der junge Mann ehrgeizig und ganz selbstbewusst seine sportliche Laufbahn beim BFV Ascota. Seinen Heimwettkampf und die Zeit mit den vielen Kumpels in der Schwimmhalle genoss der Teenager in vollen Zügen. "Wir sind schon ein klasse Haufen bei uns im Verein. Jedes Training ist für mich ein Genuss, und das Wasser ist meine Welt", so Christian Flemming. Auch am Samstag konnte er wieder Urkunden für sein Trophäenzimmer einheimsen.
Dass er und die anderen 110 Starter nach dem mehr als gelungenen und sehr gut organisierten Schwimmfestes zum Abschluss nur mit eiskaltem Wasser duschen konnten, störte ihn persönlich nicht. Mutter Carmen, Schatzmeisterin beim BFV Ascota, aber verzog etwas das Gesicht. "Wir wohnen in Chemnitz, aber für die vielen auswärtigen Sportler ist der Zustand bedenkenswert, zumal das Problem seit zwei Wochen besteht", sagt sie zähneknirschend. Trotz der Abkühlung am Ende sind die Vereine einhelliger Meinung, dass sie auch im Jahr 2015 wieder das Schwimmfest in Chemnitz ansteuern werden.


 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 21.03.2014

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Mehr als 100 Sportler starten bei Schwimmfest

Behinderten-Wettbewerb im Sportforum - Kritik: Duschen sind defekt
(Von Benjamin Lummer) Fast 400 Mal wird morgen ab 10 Uhr in der Schwimmhalle im Sportforum der Startschuss ertönen, werden Sportler ins Wasser springen. Dort findet das Schwimmfest des Behinderten- und Freizeitsportvereins (BFV) Ascota Chemnitz statt. Es ist die 15. Auflage des Wettkampfes für behinderte Sportler.
Ascota-Vorstand Uwe Barth zufolge haben sich 104 Teilnehmer aus 16 Vereinen aus dem gesamten Bundesgebiet angemeldet. In den verschiedenen Schwimmstilen werden die Sieger ermittelt. Für Barth ist das Schwimmfest aufgrund der "Mischung aus familiärer Atmosphäre und professionellem Wettkampf" eine attraktive Veranstaltung, die einen guten Einblick in die Welt des Leistungssports mit Behinderung gebe. Für die Ascota-Sportler stelle der hauseigene Wettbewerb eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zu den Internationalen Deutschen Meisterschaften Ende April in Berlin dar.
Auch wenn es derzeit keine Kandidaten für die Paralympics in Rio de Janeiro 2016 im Verein gebe, seien einige Sportler auf nationalem Level erfolgreich. Dazu gehört Christian Flemming, der eine geistige Behinderung hat. Der Schwimmer hat gerade am zweiten Paralympischen Winter-Jugendlager der Deutschen Behindertensportjugend (DBSJ) in Sotschi teilgenommen: "Diese Lager sollen jungen Sportlern die Möglichkeit geben, die Spiele aus nächster Nähe zu erleben, um Motivation für die eigene Karriere als Leistungssportler zu schöpfen", erklärt Barth. Nach seinem zwölftägigen Aufenthalt in Sotschi wird Flemming morgen im Schwimmbecken im Sportforum um Medaillen kämpfen.
Nach bisherigem Stand werden die Sportler nach ihrem Wettkampf jedoch auf eine heiße Dusche verzichten müssen. Laut Aussage der Pressestelle der Stadt wurde am 13. März ein Schaden am Wärmetauscher festgestellt. Wegen der erforderlichen Neubeschaffung und notwendiger Ein- und Umbauarbeiten sei die Warmwasserversorgung am Wochenende noch nicht möglich, heißt es weiter aus der Stadtverwaltung.

 

Blick Chemnitz vom 19.03.2014

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Schwimmfest mit 400 Starts

BFV Ascota organisiert Veranstaltung für Menschen mit Behinderung
(sch) Der Behinderten- und Freizeitsportverein (BFV) Ascota lädt am Samstag (Beginn: 10 Uhr) zu seinem 15. Schwimmfest ins Sportforum ein. Zu diesem hochkarätigen Wettkampf haben sich über 100 Starter aus 16 Vereinen des gesamten Bundesgebietes angesagt, wobei in den verschiedenen Schwimmstilen knapp 400 Starts erfolgen. Aufgrund der hohen Wettkampfdichte konkurriert Chemnitz in diesen Tagen mit nationalen Titelkämpfen und internationalen Meisterschaften, wie zum Beispiel den Danish Open. Trotzdem ist und bleibt das Ascota-Schwimmfest wegen seiner Mischung aus familiärer Atmosphäre und professionellem Wettkampf ein gern genutztes Event. "Leider haben wir einige Nachwuchssorgen im Verein", bedauert BFV-Vorsitzender Uwe Barth, dass nicht mehr junge Sportler den Weg zum Schwimmen finden. Hatten bei den letzten sechs Paralympics regelmäßig Aktive des BFV Ascota teilgenommen (u.a. Sven Michaelis, der sogar einige Medaillen gewann), wird 2016 in Rio nach Lage der Dinge kein Chemnitzer an den Start gehen. "Trotz alledem haben wir einige gute Sportler", weiß Barth und verweist unter anderem auf Nico Clemens, Lisa Tautenhahn, Silvio Walther und Christian Flemming. Diese wollen sich beim eigenen Schwimmfest auf die internationalen deutschen Meisterschaften Ende April in Berlin einstimmen.

 

Amtsblatt vom 12.03.2014

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Schwimmfest

Zum 15. Mal findet am 22. März in der Schwimmhalle des Sportforums das BFV Ascota Schwimmfest statt. Der Wettkampf ist eine feste Größe für deutsche Schwimmer mit Behinderung. Der BFV Ascota wird dabei als Ausrichter professionelle Wettkämpfe bieten und erwartet Teilnehmer aus dem Bundesgebiet.
Das Schwimmfest bietet einerseits dem Nachwuchs die Chance sich mit etablierten Athleten zu messen und stellt andererseits für die Leistungssportler des Vereins einen wichtigen Punkt auf dem Weg zur Vorbereitung des Saisonhöhepunkts, den Internationalen Deutschen Meisterschaften Ende April in Berlin, dar. Wettkampfbeginn in der Schwimmhalle des Sportforums ist 10 Uhr. Zuschauer sind willkommen. Wer trotz Behinderung selbst Wettkampfsport betreiben möchte, findet dort zum Schwimmfest Kontakt zu den Trainern des Vereins.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 07.12.2013

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Umbauarbeiten sorgen für Engpäße bei Schwimmclubs

Die Sperrung von Schwimmbecken im Stadtbad stellt die Vereine vor Probleme. Ab Januar droht erneut Ungemach.
Mit fünf Medaillen sind die Sportler des Behinderten- und Freizeitsportvereins Ascota Chemnitz kürzlich von den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im Schwimmen der Behinderten zurückgekehrt. Für den Verein war das ein Erfolg - vor allem in Anbetracht der problematischen Vorbereitung auf den Wettkampf: Wegen der Sperrung der 25-Meter-Halle im Stadtbad konnten die Leistungssportler nicht wie gewohnt trainieren.

"Die Stadtbadhalle ist unsere primäre Trainingsstätte. Wenn die wegfällt, ist das schwer zu kompensieren", sagt der Vereinsvorsitzende Uwe Barth. Dienstags und Donnerstags haben die Ascota-Mitglieder dort jeweils eine Bahn für zwei Stunden für sich. Vom Sommer bis Ende November war die Halle allerdings geschloßen. Als Ersatz seien dem Verein Ausweichzeiten am Mittag im Sportforum angeboten worden: "Das war natürlich schwierig, weil unsere Sportler und Trainer tagsüber arbeiten." Dabei will Barth nicht die Verantwortlichen im Sportamt kritisieren: "Die können ja auch nur vergeben, was sie haben. Und wir standen auf der Streichliste nicht mal ganz oben." Zudem habe der Chemnitzer Schwimmclub ausgeholfen und Nutzungszeiten in der Sportforum-Halle an Ascota abgetreten, sagt Barth: "Das hat super geklappt. Ohne dieses Angebot hätten unsere Sportler bei den Meisterschaften aus der Kalten starten müßen." Allerdings habe die Hallen-Sperrung im Stadtbad zum Austritt einiger Freizeitschwimmer geführt, die dem 400 Mitglieder starken Verein angehörten. Sie hätten nicht für etwas bezahlen wollen, das sie nicht nutzen können, sagt Barth.

Die Probleme rund um die Stadtbadhalle hätten wieder einmal ein grundsätzliches Problem in Chemnitz offengelegt, sagt der Vereinschef: Es gebe in Chemnitz zu wenig Hallenbäder. Das sieht auch Heike Oelsner so. "Wenn man sich überlegt, wie viele Vereine sich in Chemnitz die Waßerflächen teilen, ist das ein Witz", beklagt die Geschäftsführerin des Chemnitzer Schwimmclubs.

Ihrem eigenen Verein hat die vorübergehende Schließung der 25-Meter-Halle nicht so sehr zugesetzt. Dafür drohen ab Januar Engpässe, befürchtet Oelsner. Dann bekommt die 50-Meter-Halle im Stadtbad eine neue Lüftungsanlage, die Halle wird ab 6. Januar gesperrt.

Deswegen werde die Wasserwacht für ihr Training ins Sportforum ausweichen, sagt die Schwimmclub-Geschäftsführerin: "Dann müssen wir Nutzungszeiten abgeben, das trifft vor allem die Triathleten und die Masters." Etwas neidisch blickt Oelsner deshalb nach Zwickau: Dort wurde dieses Jahr eine neugebaute Schwimmhalle in Betrieb genommen: "Andere Städte leisten sich eben ein Stadion und eine neue Schwimmhalle. Wir bauen nur ein Stadion." Dabei würden sich die etwa 1000 Mitglieder des Clubs schon mit weniger zufriedengeben. Seit Jahren hoffe man auf die Erneuerung des Sozialtraktes in der Sportforum-Halle und den Bau eines "richtigen Kraftraumes", sagt Oelsner. Zudem müßte die Zuschauertribüne vergrößert werden: "Zum Trainieren ist die Halle sehr gut. Wir können aber keine größeren Wettkämpfe austragen." Das bedauert auch Lars Ehlert von der Schwimmabteilung des TSV Einheit Süd. "Die Schwimmhalle im Sportforum gibt es her, daß man dort ohne große Probleme eine Tribüne hinbaut, um große Wettkämpfe stattfinden zu lassen." Die Mitglieder des TSV seien von der Stadtbad-Schließung nur marginal betroffen, da sie größtenteils in der Bernsdorfer Halle trainierten: "Zum Glück konnten wir die Schließung dieses Bades abwenden. Das wäre sonst schlimm für uns geworden."

Zumindest im Hinblick auf den Sozialtrakt in der Sportforum-Schwimmhalle deutet sich eine Entspannung an. "Die Umkleide- und Sanitärbereiche werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten einer schrittweisen Sanierung unterzogen", teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Noch vor Weihnachten würden die Umkleideschränke erneuert und Wertschließfächer beschafft. Eine Erweiterung der Zuschauerkapazitäten sei indes vorerst nicht geplant.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 06.12.2013

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Goalballer spielen zuhause um Titel

Erstmals findet eine Deutsche Meisterschaft in der paralympischen Sportart in Chemnitz statt. Für Spieler und Verein ist das eine Herausforderung.
Stephan Klose freut sich besonders auf den morgigen Tag. Seit sechs Jahren spielt der sehbehinderte Chemnitzer Goalball beim BFV Ascota, trainiert mindestens einmal pro Woche. "Morgen werden wir für das Training belohnt, können uns mit den anderen messen." Die Belohnung, das sind die Deutschen Meisterschaften im Goalball. Sie finden das erste Mal in Chemnitz statt.

Goalball ist eine paralympische Mannschaftssportart, die nach Gehör gespielt wird. Die Begegnungen werden auf einem Feld ausgetragen, das so groß wie ein Volleyballfeld ist. Ziel der mit jeweils drei Spielern besetzten Teams ist es, den 1,25 Kilogramm schweren Ball ins gegnerische Tor zu rollen. Das misst neun Meter in der Breite und 1,3 Meter in der Höhe. Pro Mannschaft darf ein nicht sehbehinderter Spieler aufgestellt werden, er muss eine lichtundurchlässige Brille tragen. Alle anderen Spieler sind mindestens zu 90 Prozent sehbehindert. Damit sich die Spieler überhaupt Bälle zuspielen und gegnerische Würfe parieren können, wird mit einem Klingelball gespielt. Er macht Geräusche, wenn er über den Boden rollt - deswegen darf im eigentlichen Sinne nicht geworfen, sondern nur gerollt werden.

Goalball erfordere neben Reaktions- und Orientierungsfähigkeit vor allem auch Kraft in den Händen und Füßen, um die Bälle des Gegners zu halten, sagt Sascha Timaeus, der Trainer des Teams: "So ein Ball kommt schon mal mit 70 km/h angerollt." Der Sportwissenschafts-Student hat die beiden BFV-Mannschaften - der Gastgeber darf zwei Teams stellen - unter anderem mit einem Trainingscamp auf das Turnier vorbereitet: "Unser Ziel ist der dritte Platz." In Vorbereitung auf das Turnier war der Verein nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch gefordert. Timaeus musste Punkt- und Schiedsrichter anlernen. Jürgen Müller vom SFZ-Förderzentrum hat sich gemeinsam mit fünf Mitstreitern um Verpflegung und Unterkunft der Gastmannschaften gekümmert. Nicht zuletzt musste die Halle etwas umgebaut werden: Damit Ruhe herrscht und die Spieler den Ball hören, wurde die Glasscheibe, hinter der die Zuschauer sitzen, nach oben abgedichtet.

Die Premiere ist für Chemnitz sogleich die letzte Chance auf solch ein Turnier. Ab kommender Saison wird die Deutsche Meisterschaft nicht mehr in Turnierform an einem Tag sondern nur noch in Ligaform mit mehreren Spieltagen ausgetragen. Diese Saison liefen beide Systeme parallel, die Chemnitzer Goalballer haben also schon einige Spiele in den Knochen. Sascha Timaeus sieht in der Verteilung auf mehrere Spieltage einen Vorteil für die Spieler: "Sie sind dann regelmäßiger im Einsatz sind - und müssen nicht wie morgen an einem Tag fünf Spiele absolvieren."

Deutsche Goalball-Meisterschaft, morgen von 9 bis etwa 18 Uhr in der Sporthalle SFZ-Förderzentrum, Flemmingstraße 8 in Altendorf.

 

Amtsblatt vom 20.11.2013

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Meisterschaften im Schwimmen

Vom 16. bis 17. November fanden in Goslar die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im Schwimmen der Behinderten statt. Trotz schwieriger Trainingssituation durch die derzeitige Schließung der Haupttrainingsstätte Stadtbad konnte der BFV Ascota Chemnitz e.V. mit seinen drei Startern insgesamt fünf Medaillen erringen. An den Kurzbahn-Titelkämpfen nahmen über 171 Schwimmer mit Körper-, Seh- und geistiger Behinderung aus 63 Vereinen teil.
Die Wertung erfolgt über ein Punktesystem, getrennt nach Start- und Altersklassen. Stark vereinfacht entspricht dabei der Weltrekord in einer Startklasse 1000 Punkten. Über die geschwommene Zeit wird dann hierzu eine relative Punktzahl errechnet, was den Vergleich von Schwimmern verschiedener Startklassen ermöglicht.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 19.11.2013

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Behindertensport - Schwimmer holen fünf Medaillen

Die drei Starter des BFV Ascota Chemnitz sind mit insgesamt fünf Medaillen von den deutschen Kurzbahnmeisterschaften der behinderten Schwimmer aus Goslar zurückgekehrt. Im Altersbereich Jugend A konnte Christian Flemming über 1500 Meter Freistil Gold erkämpfen. Jeweils Silber und Bronze holten Nico Clemens (Jugend D) und Silvio Walther (Jugend B). Dass der Verein nur mit einem Trio antreten konnte, ist nach Aussage des Ascota-Vorsitzenden Uwe Barth Ausdruck der allgemeinen Nachwuchssorgen. Es werde immer schwieriger, körperlich geeignete Sportler für das leistungsorientierte Schwimmen zu finden. "Zudem mangelt es in Chemnitz an vollständig barrierefreien Sportstätten, und die geringe Wasserfläche pro Einwohner stellt uns ebenfalls vor große Probleme", sagte Barth. (ms)

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 16.11.2013

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Behindertensport - Trio startet bei Titelkämpfen

Drei Schwimmer vom BFV Ascota Chemnitz werden am Wochenende bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Behinderten in Goslar an den Start gehen. Laut Vereins-Chef Uwe Barth konnte sich das Trio Christian Flemming, Silvio Walther und Nico Clemens nur ungenügend auf diese Titelkämpfe vorbereiten. "Die 25-Meter-Halle des Stadtbades als unsere Haupttrainingsstätte ist wegen Umbauarbeiten bis Ende November nicht verfügbar. Ausweichzeiten konnten seitens der Stadt nur in sehr geringem Umfang angeboten werden", berichtet Barth. Deshalb sei man dem Schwimm-Club Chemnitz dankbar, der den Versehrtensportlern zweimal wöchentlich eine Bahn in der Halle des Sportforums zur Verfügung gestellt habe. Dass der BFV Ascota bei der deutschen Meisterschaft nur mit drei Startern vertreten ist, "spiegelt leider die Nachwuchssorgen unseres Vereins wieder", sagt der Vorsitzende. (ms)

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 29.05.2013

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Schwimmen bleibt seine Leidenschaft

Der Chemnitzer Swen Michaelis gehört zu den erfolgreichsten Behindertenschwimmern Deutschlands. Seine leistungßportliche Karriere hat er nach 15 Jahren, in denen er viermal an den Paralympics teilnahm, beendet.
Von Martina Martin

Die Termine seiner früheren Auswahlgefährten kennt er noch genau. "Gestern saßen sie im Flieger nach Montreal, wo nächste Woche die WM stattfindet", erzählt Swen Michaelis. Obwohl er seit 1997 erstmals beim Saisonhöhepunkt fehlt, kommt bei ihm keine Wehmut auf. Mit dem Kapitel Leistungssport hat der Chemnitzer abgeschlossen, seinem Metier will er jedoch so lange wie möglich treu bleiben. "Schwimmen ist bei meiner Behinderung nun mal der ideale und effektivste Sport für mich", meint der 32-Jährige, der seit seiner Geburt mit Dysmelie (Fehlbildungen von Gliedmaßen) lebt. Bei ihm sind das rechte Bein und der rechte Arm verkürzt, im linken Fuß fehlt das Sprunggelenk. Swen Michaelis kann nur mit Hilfe einer Prothese gehen, bei längeren Strecken benutzt er einen Rollstuhl.

Er kennt es nicht anders, lamentiert aber nie. Auch wenn er verständlicherweise Sehnsüchte besitzt. "Einfach mal laufen, wandern, joggen, Fußball, Beachvolleyball oder mein geliebtes Basketball spielen, das geht einfach nicht. Ebenso würde ich gern mal schicke Schuhe tragen als immer diese orthopädischen", sinniert der Ausnahmeathlet. Darüber spricht er ganz offen, ohne irgendwie Trübsal zu blasen. Er hat sich damit arrangiert, versucht die Probleme im Alltag so weit es geht auszublenden. Auto fahren bereitet ihm nach ein paar speziellen Umbauten beispielsweise keinerlei Schwierigkeiten.

So kann er sich jedenfalls nicht erinnern, dass er als Kind oder später als Jugendlicher Nachteile spürte. Einzig zwei längere Krankenhaus-Aufenthalte von neun Monaten, als versucht wurde, sein Bein zu verlängern, sind hängen geblieben. "Ich besuchte dann das Gymnasium in Einsiedel, an dem es integrierte Klassen gibt. Den Großteil meiner Freunde habe ich noch aus dieser Zeit", berichtet Swen Michaelis, der auch beruflich einen ganz normalen Weg geht. Er absolvierte in Meißen ein Studium zum Finanzwirt, arbeitet inzwischen im Finanzamt Leipzig als Außendienstler.

Privates Glück in Leipzig

Den Umzug sah er 2008 aus sportlicher Sicht als optimale Lösung an, da er seine Laufbahn unbedingt mit dem vierten Paralympics-Start 2012 abschließend krönen wollte. Denn in Chemnitz fehlten mit einem Schlag die entsprechenden Bedingungen für ihn. Ute Schinkitz übernahm die Stelle einer Bundestrainerin, seine langjährige Gefährtin Maria Götze, die ihn einst als Schüler animierte, mit dem Schwimmen zu beginnen, beendete ihre Karriere. In der Messestadt wurde zudem erstmals einer der paralympischen Stützpunkte aufgebaut. Dass es dann nach relativ kurzer Zeit zwischen ihm und seiner neuen übungspartnerin Stefanie Weinberg (linker Arm verkürzt) funkte, kam als privates Glück hinzu. Inzwischen sind sie verlobt, schafften gemeinsam die Nominierung die Paralympics in London 2012, bei denen sie sich beide mit Rängen unter den besten Zehn (Swen: 6.; 2x 8.; Stefanie: 5.; 7.) zum Ende ihrer Laufbahnen äußerst beachtlich behaupteten. Denn auch die 22-Jährige will sich jetzt erst einmal vorrangig auf ihr Jurastudium konzentrieren, um es möglichst 2015 zu beenden.

Danach könnte sich das Paar durchaus vorstellen, wieder ganz nach Chemnitz zurückzukehren. Swen Michaelis fährt von jeher so oft es geht in seine Heimatstadt, um sich mit seinen Kumpels zu treffen, die Spiele der Zweitliga-Basketballer zu verfolgen und um vor allem bei seiner Familie zu sein. Liebend gern kümmert er sich dabei um die zwei Kinder (3 Jahre, 4 Monate) seine Zwillingsschwester Nadin, die übrigens nicht behindert ist. Selbst wünscht er sich natürlich auch Nachwuchs, der eher für die Zeit nach dem Studium seiner Partnerin ein Thema ist. Auch für die Hochzeit gibt es noch keinen Termin.

Kein Abschied vom Schwimmen

Swen Michaelis wirkt sehr zufrieden mit seinem derzeitigen Leben, was er auf Anhieb auch bestens gelaunt bestätigt. Er genießt es beispielsweise, jetzt Zeit zu haben, öfter mal ins Kino zu gehen oder mit Freunden zusammenzusitzen, ohne daran zu denken, dass am nächsten Morgen um sieben Uhr die erste Trainingseinheit ansteht. Und dennoch nutzt er noch immer zwei bis dreimal pro Woche diese Morgenstunden vor Dienstbeginn, um ins Becken zu springen. "Das hat mich früher nur selten gestört, denn ich hatte auch Spaß, mich um diese Zeit zu quälen. Und nun bin ich dann gleich viel munterer auf Arbeit", schmunzelt der sympathische junge Mann und fügt hinzu: "Ein Leben ohne Schwimmen könnte ich mir nicht vorstellen. Ich muss ja fit bleiben, brauche diesen Ausgleich." Selbst einen gewissen Ehrgeiz hat er sich erhalten, denn er vergleicht Zeiten, freut sich weiterhin über Steigerungen. Auch will er künftig an Wettkämpfen, die er inzwischen ohne Normzeitendruck aber mit viel Lockerheit bestreitet, teilnehmen. "Vielleicht rappelt es mich irgendwann, alles wieder intensiver zu machen", möchte der Sachse ein Comeback nicht gänzlich ausschließen.

Doch gegenwärtig ist das kein Thema, wohl auch, weil er noch von den Erlebnissen seiner außergewöhnlichen Laufbahn zehren kann. "Wenn ich beispielsweise die Musik höre, die damals auf der Ehrenrunde in Sydney gespielt wurde, bekomme ich noch heute Gänsehaut", gibt der Welt- und dreifache Europameister Einblicke in seine Gefühlswelt. Bei seinen ersten Paralympics 2000 gewann er Silber über 100 m Rücken, vier Jahre später in Athen Bronze über 200 m Lagen. Als Highlights seiner Karriere bezeichnet er diese beiden Medaillen, wobei er in den 15 Jahren, in denen er international in der Spitze mitschwamm, 16 mal auf dem Podest stand. Rückschläge, beispielsweise die medaillenlose Heim-EM 2011 in Berlin, konnte er meist mit einem neuen Ziel vor Augen schnell wegstecken.

Nicht nur wegen der Erfolge bezeichnet Swen Michaelis diese Zeit als sehr wertvoll. Sie prägte ihn als Mensch stark, er lernte zahlreiche Länder kennen, schloss nachhaltige Freundschaften. "Ohne meine Behinderung hätte ich diese Dinge wohl nie erlebt", sieht er seinem Naturell entsprechend alles eben immer positiv.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 29.05.2013

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Michaelis holt Bronze

Behindertensport: Schwimmer bei Meisterschaft stark
Berlin - Swen Michaelis vom BFV Ascota Chemnitz hat bei den internationalen deutschen Schwimm-Meisterschaften der Behinderten in Berlin in der offenen Klasse über 200 m Schmetterling Bronze gewonnen. Dabei stellte der mehrfache Paralympics-Medaillengewinner erneut seine Spitzenstellung unter Beweis, denn dieses Ergebnis gelang ihm in der Gesamtwertung aller Schadensklassen. In seiner speziellen Kategorie erreichte er zudem fünf Medaillen, darunter zwei Siege.
"Es waren meine schnellsten Zeiten nach den Spielen von London. Ich bin auch entsprechend meiner Vorbereitung sehr zufrieden", meinte der 32-Jährige, der seit der Geburt an Dysmelie (Fehlbildungen von Gliedmaßen) leidet. Nach seinen vierten Paralympics 2012 hatte der Diplomfinanzwirt sein Trainingspensum stark reduziert, weil er seine leistungssportliche Karriere so langsam beenden möchte. (mm)

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 29.05.2013

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Ascota-Nachwuchs auf dem Treppchen

Mit reichlich Edelmetall im Gepäck ist der Nachwuchs des BFV Ascota Chemnitz von den internationalen deutschen Meisterschaften der Behinderten im Schwimmen aus Berlin zurückgekehrt. Der elfjährige körperbehinderte Nico Clemens konnte in seiner Altersklasse drei Mal Silber holen. Sein Vereinsgefährte Silvio Walther erkämpfte in der B-Jugend einen zweiten Platz. Zudem schaffte eine Ascota-Starterin mit geistigem Handikap den Sprung aufs Treppchen. Die 15-jährige Lisa Tautenhahn konnte trotz leichter Erkältung eine Silber- sowie eine Bronzemedaille erringen. Mit den Titelkämpfen ist die Saison für die Behindertenschwimmer beendet. "Da die Schwimmhallen der Stadt im Sommer geschlossen bleiben, müssen wir das Training unserer Leistungssportler auf ein Mindestmaß reduzieren", kritisiert Ascota-Vorsitzender Uwe Barth. (ms)

 

Amtsblatt vom 22.05.2013

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Schwimm-Meisterschaften

Vom 23. bis 26. Mai finden in Berlin die 27. "Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten" (IDM) statt. Vom BFV Ascota Chemnitz nehmen Spitzen- wie auch Nachwuchsschwimmer an diesem Wettkampf teil. Wie sie, stellen sich Teilnehmer aus 42 Staaten dieser sportlichen Herausforderung. 132 Teams gehen an den Start. Unter den 17 sächsischen Schwimmern im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich sind fünf Aktive des BFV Ascota Chemnitz. International erfolgreichster Schwimmer im Team ist Swen Michaelis. Michaelis hat den BFV und damit seine Heimatstadt bereits bei den Paralympics in London vertreten. National werden im Jugendbereich Lisa Tautenhahn, Christian Flemming (beide geistig behindert) Silvio Walther und Nico Clemens (beide körperbehindert) starten.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 18.03.2013

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Behindertensportler spielen beim Wettkampf die Hauptrolle

Annähernd 130 Teilnehmer mit unterschiedlichen Behinderungen sind beim Schwimmfest im Chemnitzer Sportforum an den Start gegangen. Die Veranstaltung genießt bundesweit einen guten Ruf.
(Von Bernd Wild) In der Schwimmhalle im Sportforum wurde am Sonnabend zum Start über die 200 Meter Freistil der 15- und 16-Jährigen aufgerufen. Unter ihnen Christian Flemming vom Behinderten- und Freizeitsportverein (BFV) Ascota Chemnitz. Er belegt den dritten Platz und zeigt sich zufrieden. "Meine Lieblingsdisziplin ist das Kraulschwimmen. Da rechne ich mir mehr Chancen aus", sagt der 16-Jährige. Der Chemnitzer gehört mit zu den Teilnehmern des 14. Schwimmfestes vom BFV Ascota.
Seine Vereinskameradin Lisa Tautenhahn holt sich wenig später den Sieg über die 200 Meter Freistil bei den Mädchen. Für die 15-Jährige kommt das nicht überraschend "Freistil schwimme ich am liebsten. Deshalb habe ich schon ein wenig mit dem Sieg geliebäugelt", meint sie. Lisa geht viermal wöchentlich zum Training. Den Kraftraum, der dazu gehört, mag sie nicht so gern. Seit 2008 schwimmt sie beim BFV Ascota.
über die guten Leistungen von Lisa und den anderen Teilnehmern vom Gastgeberverein freut sich Trainerin Claudia Lange. Sie hat die Leistungs- und Nachwuchsgruppe unter ihren Fittichen. Insgesamt sind es 25 Sportler. "Zur Leistungsgruppe gehören sieben Akteure. Diese trainieren fast jeden Tag. Leider haben wir nur samstags zwei Bahnen im Sportforum zur Verfügung. Das andere Training findet im Stadtbad statt", so Lange. Einen gemeinsamen Trainingsplan für alle Sportler gebe es nicht. "Das ist nicht möglich, denn wir müssen zwischen körperlicher und geistiger Behinderung unterscheiden", erläutert die Trainerin. Aber sie weiß: Für die Sportler ist das Schwimmen ihr Leben, ist ihr ein und alles. "Und solche Wettkämpfe wie das Schwimmfest sind für die Behinderten immer ein Erlebnis. Vor allem bekommen diejenigen eine Chance mitzumachen, die bei Meisterschaften nicht dabei sind", betont Lange.
Für die Leistungsgruppe stehe am 4. und 5. Mai der nächste große Wettkampf an. Dann finden in Leipzig die offenen Landesmeisterschaften statt. "Dort entscheidet sich, wer zu den deutschen Meisterschaften fährt", sagt die Trainerin. Ein absolutes Spitzentalent wie Swen Michaelis habe man derzeit nicht im Verein. "Aber mit Lisa Tautenhahn, die zum C/D-Kader, die Vorstufe zur B-Nationalmannschaft, gehört, und Nico Clemens wachsen zwei Talente heran", betont die Trainerin vom BFV Ascota.
Nach sechs Stunden ist das 14. Schwimmfest Geschichte. Viele versprechen, auch 2014 wiederzukommen. "In Chemnitz herrscht eine tolle Atmosphäre. Auch an der Organisation gibt es nichts auszusetzen", sagte Peter Merle, Trainer des Teams aus Bremerhaven. Seine Mannschaft sei bereits das achte Mal hier gewesen. "Wir waren schon dabei, als die Chemnitzer immer die Kurzbahnmeisterschaften ausgetragen haben", ergänzt Merle. Ebenfalls kein Neuling beim Schwimmfest ist der BV Ahlfeld aus Niedersachsen. "Den Sportlern macht es immer wieder Spaß, hierher zu kommen", so Trainer Udo Kükemück.
"Der gesamte Behindertensport ist professioneller geworden"
Uwe Barth ist der Vorsitzende des Behinderten- und Freizeitsport- Vereins Ascota Chemnitz. Bernd Wild sprach mit ihm.

Freie Presse: Welchen Stellenwert hat das Schwimmfest des BFV Ascota?
Uwe Barth: Es ist ein reiner Freundschaftswettkampf, das heißt, es kann jeder, der möchte, daran teilnehmen. Ich denke, unsere jährliche Veranstaltung hat einen guten Ruf. Das beweisen die vielen Stammgäste, die seit Jahren zu uns kommen. Darüber hinaus haben wir in der Vergangenheit in der Halle am Südring immer die deutschen Kurzbahn-Meisterschaften ausgetragen. Das ist seit 2007 nicht mehr möglich.
Freie Presse: Warum?
Uwe Barth: Weil die Halle nicht mehr dafür geeignet ist.
Freie Presse: Apropos Halle. Muß man bei Ausschreibungen von Wettkämpfen für Körperbehinderte auf bestimmte Dinge in der Wettkampfstätte hinweisen?
Uwe Barth: Natürlich. Unser größtes Problem bei Wettkämpfen ist, dass viele Hallen nicht barrierefrei sind. Das betrifft übrigens auch die Halle im Sportforum. Deshalb mußten wir bei der Ausschreibung darauf verweisen, dass in der Halle vier Stufen vorhanden sind.
Freie Presse: Viele meinen, der Behindertensport wird immer leistungsorientierter. Sehen Sie das auch so?
Uwe Barth: Ja. Der gesamte Behindertensport hat in dieser Hinsicht einen unheimlichen Schritt nach vorn gemacht. Kurz gesagt: Er wird professioneller. Das heißt auch, wenn ich beispielsweise das Behindertenschwimmen leistungsorientiert betreiben will, muß ich auch dementsprechend trainieren, das heißt, fast täglich.
Freie Presse: Dazu braucht man auch die entsprechenden Trainer und übungsleiter. Wie sieht es damit im Verein aus?
Uwe Barth: Nicht gerade rosig. Uns fehlen Trainer und übungsleiter. Viele sind schon älter. Und vom Nachwuchs kommt bisher zu wenig.

 

Blick Chemnitz vom 13.03.2013

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Highlight Schwimmfest

Vereine im BLICK: Ascota steht für Behinderten- und Freizeitsport
Um die 400 Mitglieder, davon etwa ein Drittel Kinder und Jugendliche, gehören dem Behinderten- und Freizeitsportverein (BFV) Ascota an. Bekanntester Leistungßportler ist Schwimmer Swen Michaelis, der bereits viermal an den Paralympics teilgenommen hat. Im Jahr 2000 in Sydney gewann er Silber, vier Jahre später in Athen Bronze. In London ließ Swen als Finalsechster über 100 Meter Rücken eine weitere ausgezeichnete Platzierung folgen.
Alljährlicher Vereinshöhepunkt ist das BFV Ascota-Schwimmfest, ein Freundschaftswettkampf für Nachwuchs sowie hochkarätige nationale und internationale Konkurrenz, deßen 14. Auflage am 16. März ab 10 Uhr im Sportforum über die Bühne gehen wird. Für die 32 Disziplinen haben sich laut Vorsitzendem Uwe Barth 132 Starter aus 15 Vereinen angesagt. Ein weiterer regionaler Höhepunkt wird Anfang Mai die Sachsenmeisterschaft in Leipzig sein, zu der auch Ascota u.a. mit seinen drei Landeskadern anreisen wird. Außerdem stehen am 8. Juni in der Schwimmhalle am Südring die Chemnitzer Kinder- und Jugendsportspiele an. Im Verein wird jedoch nicht nur Schwimmen, sondern auch Waßergymnastik, Rückensport, Goalball u.v.m. angeboten. Beim Rehabilitationßport, der von Arzt und Kaßen oft bei Erkrankung der Stütz- und Bewegungsorgane verordnet wird, müßen die Teilnehmer nicht einmal Vereinsmitglied sein, können später natürlich gerne eintreten.
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 25.02.2013

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Verein bereitet Schwimmfest vor

Zum 14. Mal richtet der Behinderten- und Freizeitsportverein (BFV) Ascota Chemnitz sein Schwimmfest aus. Die Wettbewerbe werden am 16. März ab 10 Uhr in der Schwimmhalle des Sportforums ausgetragen. "Wir rechnen mit etwa 100 Startern aus Vereinen des gesamten Bundesgebietes", sagt BFV-Vorsitzender Uwe Barth. Der Verein habe das Schwimmfest in diesem Jahr um eine Woche nach hinten verlegt. "Damit konnten wir eine erneute Terminüberschneidung mit den Danish Open in Esbjerg vermeiden. Entsprechend hoffen wir, dass wieder einmal Behindertenschwimmer der Nationalmannschaft nach Chemnitz kommen", erklärte Barth. Auf jeden Fall werde der Lokalmatador und Paralympics-Teilnehmer von London, Swen Michaelis, am Start sein. (ms)

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 12.11.2012

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Alle Schwimmer bringen Medaillen mit

Ascota-Sportler bei Kurzbahn-Meisterschaften der Behinderten am Start
(Von Bernd Wild) Freude beim Behinderten- und Freizeitsportverein (BFV) Ascota Chemnitz: Alle drei Starter haben von den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten in Remscheid (Nordrhein-Westfalen) eine Medaille mitgebracht. So gewann Lisa Tautenhahn Silber über 200 sowie Bronze über 400 Meter Freistil. Zudem wurde sie Zweite mit der sächsischen 4 mal 50 Meter Lagen- sowie der 4 mal 50- und der 4 mal 100 Meter-Freistil-Staffel. Silvio Walther und Christian Flemming holten sich in ihren Altersklaßen über 400 Meter Freistil jeweils Bronze. "Unser kleines Team bestand außchließlich aus Nachwuchßchwimmern des Vereins - unser internationales Aushängeschild Swen Michaelis befand sich noch in der verdienten Pause nach seiner Paralympics-Teilnahme in London", sagte BFV-Vorsitzender Uwe Barth. Insgesamt nahmen an den Titelkämpfen in Remscheid 153 Schwimmer aus 63 Vereinen teil, die 774 Starts absolvierten.
Die deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten haben ihren Ursprung in Chemnitz. Sie werden seit 2009 durch den deutschen Behindertensportverband jährlich an einen anderen Ausrichter vergeben. "Leider kann sich der BFV Ascota nicht mehr um die Ausrichtung der zweitwichtigsten Veranstaltung im Kalender der deutschen Behindertenschwimmer bewerben. Grund ist, daß wir keine Halle haben, die alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt", sagte Barth.
Am Rande des Wettkampfes wurden die Kader für das Nationalteam des deutschen Behinderten-Sportverbandes berufen. Zu den 14 D/C-Kadern gehört auch die Chemnitzerin Lisa Tautenhahn. "Da seit London 2012 Sportler mit geistiger Behinderung auch wieder offiziell an Paralympics teilnehmen können, ist die Berufung in den Nachwuchskader umso bedeutsamer", meinte der Vereinsvorsitzende.
Der BFV Ascota ist ein Verein, in dem Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam Sport treiben. Zur Zeit gehören dem Verein etwa 390 Mitglieder an, die in 25 Sportgruppen organisiert sind. Unter der Anleitung von 20 lizenzierten übungsleitern kann man sich unter anderem im Schwimmen, Rollstuhltanz, Rollstuhlgymnastik, Gymnastik und Wassergymnastik sowie im Asthmasport sportlich betätigen. Darüber hinaus bietet der Verein Sport mit Kindern an.

 

Chemnitzer City Journal vom 26.09.2012

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Schwimmer Swen Michaelis krönt Karriere mit 4. Paralympics-Teilnahme

Aus dem Wasser rein ins Leben
Drei Finalteilnahmen bei Starts in fünf Disziplinen, Platz sechs über die Paradestrecke 100 Meter Rücken und zwei persönliche Bestzeiten über 200 Meter Lagen und 50 Meter Schmetterling - so lautet die erfolgreiche Bilanz von Swen Michaelis bei den Paralympics in London. Auch ohne Medaille zeigt sich der Chemnitzer Schwimmer vom BFV Ascota Chemnitz e. V. mit seinen Leistungen zufrieden. Für den 31-Jährigen, einziger Akteur im 150 Mann starken deutschen Team, der für einen Chemnitzer Verein startet, war es bereits die vierte Teilnahme an den Weltspielen für Behinderte. Bei den Paralympics 2000 und 2004 konnte der körperbehinderte Schwimmer mit Fehlbildungen an beiden Beinen und am rechten Arm Silber und Bronze gewinnen. In vier Jahren wird der gelernte Finanzbeamte vermutlich nicht mehr dabei sein. "In Zukunft möchte ich meinem Privatleben und meiner Arbeit mehr Zeit einräumen", erklärt Swen Michaelis. Dafür reduziert der gebürtige Karl-Marx-Städter das Training, wird allerdings weiterhin Wettkämpfe bestreiten. "Ob die erschwommenen Zeiten dann für den erneuten Start bei einem internationalen Wettkampf reichen, wird sich zeigen", so Michaelis weiter.
Für den BFV Ascota ist es seit 1992 bereits die sechste Teilnahme von Vereinßportlern an Paralympics. Im Lauf der Jahre hat er sechs Spitzensportler hervorgebracht bzw. betreut, die im Schwimmen zahlreiche internationale Erfolge und Rekorde erzielten. Vereinsvorstand Uwe Barth zählt ebenso zu ihnen, wie Christiane Reppe, Maria Götze, Daniel Clausner, Andreas Hausmann und eben Swen Michaelis. (MR/PM)

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 10.09.2012

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Paralympics: Chemnitzer Schwimmer Swen Michaelis erreichte drei Finalläufe und Bestzeiten

"Das Interesse der Leute habe ich noch nie so extrem erlebt"
Schwimmer Swen Michaelis vom BFV Ascota Chemnitz erlebte seine vierten Paralympics. Mit Silber 2000 und Bronze 2004 hatte er bislang zweimal auf dem Podest gestanden. In London kam der 31-Jährige, der seit der Geburt an Dysmelie (Fehlbildungen von Gliedmaßen) leidet, dreimal ins Finale. Mit ihm telefonierte zum Abschluss der Spiele Martina Martin.

Freie Presse: Wie sieht Ihr persönliches Fazit aus?
Swen Michaelis: Insgesamt sind die Wettkämpfe für mich so verlaufen, wie ich mir das in etwa vorgestellt hatte. Auf meinen drei Hauptstrecken 100 Meter Rücken, 200 Lagen und 400 Freistil bin ich ins Finale gekommen. über 50 Schmetterling, die ich erstmals international schwamm, habe ich einen persönlichen Rekord geschafft, über 100 m Freistil Saisonbestzeit. Das reichte aber nicht ganz für die Endläufe.
Freie Presse: Fliegen Sie dennoch zufrieden nach Hause?
Swen Michaelis: Nicht ganz. Es war insgesamt okay für mich. Aber vom Gefühl her, denke ich, dass vielleicht hier und da noch ein paar mehr Zehntel drin gewesen wären. Obwohl ich beispielsweise über 400 m Freistil ohne Anzug zuvor noch nie diese Zeit wie hier London erreichte. An den Plätzen hätte das aber kaum etwas geändert, Medaillen wären für mich sowieso nicht möglich gewesen.
Freie Presse: Sind Sie darüber traurig?
Swen Michaelis: Nein, das war ja vorher eigentlich klar. Auch in meiner Klasse gab es in den letzten Jahren enorme Leistungssprünge, vor allem von den Chinesen. Im Schwimmen wurden über 100 Weltrekorde in zehn Tagen aufgestellt. Die jüngeren Athleten sind ganz anders in den Sport hineingewachsen, beginnen heute viel früher mit der leistungssportlichen Ausbildung. Wir waren doch am Anfang nur Freizeitsportler. Aber gleichzeitig Vorreiter dafür, dass sich jetzt ebenso bei uns neue Strukturen im Nachwuchs aufgebaut werden. Darauf können wir auch ein bisschen stolz sein.
Freie Presse: Wie erlebten Sie die Spiele in London im Vergleich zu Ihren anderen Paralympics-Teilnahme?
Swen Michaelis: Die Masse von Menschen, die die Wettkämpfe verfolgten, war schon außergewöhnlich. Das gab es zum Beispiel bei der Leichtathletik, wo das Stadion immer ausverkauft war, noch nie. Die tolle Stimmung in unserer Halle konnte man mit der in Sydney vergleichen. Aber das Interesse der Leute insgesamt habe ich so extrem noch nie erlebt. Man wurde oft von Fremden angesprochen, um Autogramme oder gemeinsame Fotos gebeten. Es war für diese Fans etwas Besonderes, ein Foto mit einem Paralympioniken zu besitzen. Leider besaß ich durch unser Programm über zehn Tage hinweg keine Möglichkeit, mal eine andere Sportart live zu verfolgen.
Freie Presse: Haben Sie inzwischen eine Entscheidung über Ihre sportliche Zukunft getroffen?
Swen Michaelis: Im Schwimmen werde ich erst einmal abtrainieren und sehen, was ich noch für Zeiten dabei schaffe. Vielleicht sind noch Wettkampfeinsätze drin, wenn nicht, bin ich auch nicht böse. Ich habe mich aber hier schon mit anderen Sportlern, beispielsweise den Sitzvolleyballern, unterhalten. Mal sehen, was da möglich ist.
Freie Presse: Kommt eigentlich der Bart wieder ran?
Swen Michaelis: Natürlich, er wächst schon wieder. Für die Paralympics habe ich ihn bisher immer abrasiert.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 29.08.2012

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Chemnitzer startet zum vierten Mal bei den Paralympics

Schwimmer Swen Michaelis vom BFV Ascota gemeinsam mit Freundin Stefanie Weinberg in London
Chemnitz/London. Das Handtuch mit dem Olympia-Logo von London benutzt Swen Michaelis schon seit zwei Jahren. Wie alle anderen Hoffnungen für die Spiele in Großbritannien erhielt er dieses damals als Präsent vom Landeßportbund überreicht. Gerade zu jener Zeit lief es beim Chemnitzer sportlich nicht so optimal, sodaß diese zusätzliche Motivationßpritze ihre Wirkung danach nicht verfehlte. Nun hat es der Routinier wieder geschafft, erlebt ab Mittwoch bereits seine vierten Paralympics als Aktiver. "Ans Aufgeben habe ich nie gedacht. London war immer noch einmal mein großes Ziel. Dafür habe ich vier Jahre hart gearbeitet", berichtet Swen Michaelis, der zudem seit 2010 auf eine wunderschöne Begleitung bauen kann. Denn seitdem ist er mit Stefanie Weinberg, die sportlich gleiche Ambitionen hegt, privat liiert. Glücklich sind sie nun, daß sie es geschafft haben, gemeinsam in London zu starten. Denn es gab auch schwierige Phasen zu überstehen, beispielsweise als der 31-Jährige mehrfach die Normzeit knapp verpaßte. Erst bei den deutschen Meisterschaften, der letztmöglichen Chance, gelang ihm die Unterbietung. Da litt auch die Leipzigerin beim Zuschauen enorm mit. Die Europameisterin von 2011 hatte da schon längst das Ticket in der Tasche. Auch profitierten beide davon, daß sie vor allem die morgendlichen Trainingßtunden in den zurückliegenden Monaten gemeinsam absolvieren konnten. "Wenn 5.30 Uhr der Wecker klingelte, mußte ich mich nicht allein aus dem Bett quälen", erzählt der Diplom-Finanzwirt schmunzelnd. Wegen seiner Arbeit im Finanzamt Leipzig, wobei er von seinem Arbeitgeber (Landesamt für Steuern und Finanzen Chemnitz) gute Unterstützung erhielt, begann die erste übungseinheit täglich bereits um 7 Uhr. Deshalb war er sehr froh, daß es Stefanie als Jurastudentin einrichtete, gleichfalls so früh ins Waßer zu springen. Ab 16 Uhr trafen sie sich dann wieder in der Halle, um bis gegen 19 Uhr das zweite Pensum zu bewältigen. Von Vorteil ist für beide, daß sie entsprechend ihrer gleichen Behinderungen alle Befindlichkeiten des anderen kennen und zudem ähnliche Geschwindigkeiten schwimmen. Beide leben seit der Geburt mit Dysmelie (Fehlbildungen von Gliedmaßen), wobei seine Beeinträchtigungen stärker (beide Beine, ein Arm) sind. Doch das Handicap blenden sie in ihrem Alltag aus. Inzwischen sind sie auch verlobt, wollen aber Heiratspläne noch nicht verraten. In freien Stunden, von denen es jedoch zuletzt wenige gab, besuchen sie vor allem ihre Familien, treffen sich mit Kumpels, gehen zu Sportveranstaltungen oder legen sich mal zum Faulenzen an einen See. Nach den Spielen will Swen Michaelis dann wieder viel öfter in seine Heimatstadt kommen, auch, um die Heimspiele der Zweitliga-Basketballer live zu verfolgen. Nach den Paralympics in Peking 2008 zog er nach Leipzig, um am dortigen Stützpunkt, der damals neu entstand, zu trainieren. Nachdem seine langjährige Schwimm-Gefährtin Maria Götze ihre Karriere beendete und Ute Schinkitz Bundestrainerin wurde, fehlten für ihn die Bedingungen in Chemnitz. Doch für das wohl letzte große Ziel seiner langen Karriere wollte er nichts unversucht laßen. Deshalb veränderte er sein Leben noch einmal völlig. Daß es diesen liebenswerten "Nebeneffekt" geben würde, konnte er damals noch nicht ahnen ... Swen Michaelis gehört bereits seit 15 Jahren zur Nationalmannschaft, gewann international bisher insgesamt 16 Medaillen. Bei den Paralympics stand er 2000 als Zweiter (100 m Rücken) und 2004 als Dritter (200 m Lagen) zweimal auf dem Podest. Für Peking 2008 konnte er sich wegen einer hartnäckigen Bronchitis nicht optimal vorbereiten. Ein fünfter Rang, über den er sich nur im ersten Moment ärgerte, sprang dennoch heraus. Obwohl er im Training zuletzt manche Bestzeit aufstellte, dämpft er für London, auch wegen der stark aufkommenden jüngeren Konkurrenz, zu große Erwartungen. Wenn er die Finals auf seinen drei Hauptstrecken (100 m Rücken, 400 m Freistil, 200 m Lagen) mit starken Leistungen schafft, dann wäre er zufrieden. Festlegen wollte sich Swen Michaelis indes noch nicht, ob er danach seine Schwimmkarriere ganz beendet. Ganz sicher ist jedoch, daß er sportlich aktiv bleibt. "Mein Körper braucht das einfach. Mich reizen auch andere Sportarten wie Sitz-Volleyball, Rudern oder Kanu", hat der Ausnahmeathlet schon bestimmte Vorstellungen. Ein fünfter Paralympics-Start in einem anderen Metier? Bei Swen Michaelis scheint nichts unmöglich.
 

Amtsblatt vom 29.08.2012

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Chemnitzer Medaillenhoffnung bei Paralympics

Heute beginnen in London die Paralympics, bei denen in 20 Sportarten Athleten aus 165 Nationen in 503 Wettkämpfen um Medaillen ringen. 150 Deutsche werden vom 29. August bis 9. September daran teilnehmen. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat 88 Männer und 62 Frauen und damit 20 Sportler weniger als bei den Sommer-Paralympics 2008 in Peking ominiert. Damals holten die Deutschen 14 Gold-, 25 Silber- und 20 Bronzemedaillen. Der DBS ist in London mit 15 Sportarten vertreten, davon stellen 34 Leichtathleten und 21 Schwimmer den Großteil der deutschen Mannschaft. Zu ihnen zählt der Chemnitzer Schwimmer Swen Michaelis. Der Finanzbeamte trainiert sowohl beim BFV Ascota Chemnitz als auch beim BV Leipzig e. V. und war bei den Paralympics 2000 und 2004 mit Silber und Bronze erfolgreich. Medaillenbewährte sächsische Olympioniken sind neben Michaelis auch Dreßurreiter Steffen Zeibig vom SGV-Dresden, der bereits 2008 olympisches Silber gewann und Leichtathletin Siena Christen vom SG Motor Freital. Die Disziplinen der Sehbehinderten sind Kugelstoßen und Diskuswerfen. Trainiert wird sie von Olympiasieger Jürgen Schult. Als Neulinge bei den Paralympics gelten drei weitere Sachsen aus Leipzig: Sitzvolleyballer Christoph Herzog, Leichtathlet Mathias Schulze und Schwimmer Martin Schulz sind zum ersten Mal bei Paralympischen Spielen dabei. Die sächsische Abordnung machen Schwimmerin Stefanie Weinberg und Sitzvolleyballer Alexander Schiffler komplett. Finalteilnahme fest im Blick Schon morgen hat der Chemnitzer Swen Michaelis (Foto rechts) im Aquatics Center von London seinen ersten Start. Der körperbehinderte Schwimmer mit einer Fehlbildung an beiden Beinen und am rechten Arm erlebt bereits seine 4. Paralympischen Sommerspiele. In fünf Disziplinen wird er auf dem Startblock stehen, die Finalteilnahmen fest im Blick. Bereits der erste Start geht über seine Paradestrecke 100m Rücken. Es folgen noch 400m Freistil, 200m Lagen, 50m Schmetterling sowie die 100m Freistil. Natürlich drücken seine Clubkameraden vom BFV Ascota Chemitz e.V. ihm nun die Daumen: "Wir hoffen, daß Swen seine Leistungen optimal abrufen kann und sich das lange Training für ihn gelohnt hat", so Vereinsvorstand Uwe Barth. Verein mit Olympia-Tradition - Für den BFV Ascota ist es seit 1992 bereits die sechste Teilnahme von Vereinßportlern an Paralympics. Im Lauf der Jahre hat er sechs Spitzensportler hervorgebracht bzw. betreut, die im Schwimmen zahlreiche internationale Erfolge und Rekorde erzielten. Vereinsvorstand Barth zählt ebenso zu ihnen, wie Christiane Reppe, Maria Götze, Daniel Clausner, Andreas Hausmann und eben Swen Michaelis. Ihn erwartet der Verein am 10. September mit hoffentlich Edelmetall zurück in Chemnitz. "Während sich Michaelis auf das Wettkampfgeschehen konzentriert, sieht ein weiterer Chemnitzer Schwimmer den Spielen entspannt entgegen, Christian Flemming. Der geistig Behinderte gehört zum Leistungskader von Trainerin Claudia Lange und hat sich für das Paralympische Jugendlager der Deutschen Behindertensportjugend (DBSJ) qualifiziert. Jugendlager haben eine lange Tradition. Paralympische Jugendlager gibt es jedoch erst seit 1992. Seither lädt die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) bei allen Paralympischen Sommerspielen, seit 2010 auch bei Winterspielen, zu Paralympischen Jugendlagern ein.

 

Sachsen Fernsehen vom 27.08.2012

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Paralympics: Chemnitzer Schwimmer Swen Michaelis dabei

Ab Mittwoch beginnen in London die Paralympischen Spiele. Damit steht die britische Metropole dann bis zum 9. September ganz im Zeichen der Weltspiele für Behinderte. Einer der deutschen und zugleich einzigster Chemnitzer Starter ist Schwimmer Swen Michaelis vom BFV Ascota Chemnitz. F¨r den gebürtigen Karl-Marx-Städter, der an einer angeborenen Fehlbildung mehrerer Gliedmaßen leidet, ist es trotz seiner vierten Teilnahme immer wieder etwas besonderes bei den Paralympics zu starten. Der 31-Jährige geht dabei bei fünf Disziplinen an den Start und hat dafür ehrgeizige Ziele. Die Vorbereitung auf London lief dabei voll nach Plan und lässt den gelernten Finanzbeamten optimistisch auf die Wettkämpfte blicken. Und auch sein Trainer vom Olympiastützpunkt Leipzig Eric Werner zeigt sich mit den Leistungen seines Schützlings im Training zufrieden. Die besten Chancen auf vordere Plätze sieht Werner bei seinem Athleten über 200 Meter Lagen und 100 Meter Rücken. Über die weiteren Strecken sind Vorhersagen dagegen eher schwierig. Die erste Möglichkeit auf eine Top Platzierung bietet sich für Michaelis am Donnerstag. Denn dann steht das Rennen über 100 Meter Rücken an.
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 06.07.2012

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Schwimmer hat Ticket nach London fast gebucht

Behindertensportler Swen Michaelis knackt Norm auf Rückenstrecke
(Von Mario Schmidt) Beim annähernd 400 Mitglieder starken Behindertenund Freizeitsportverein (BFV) Ascota Chemnitz wird gespannt dem 21. Juli entgegengeblickt. "Dann entscheidet der nationale Verband, ob Swen Michaelis seine Koffer für die Paralympics in London packen kann", berichtet BFV-Vorsitzender Uwe Barth. Der Behindertenschwimmer aus seinem Verein hat bei den internationalen deutschen Meisterschaften in Berlin die Normzeit über 100 Meter Rücken, seiner Paradedisziplin, geknackt.
Jetzt werde Ute Schinkitz dem Verband empfehlen, wer die Reise zu den Paralympischen Spielen (29. August bis 9. September) antreten darf. Daß die Bundestrainerin eine Chemnitzerin ist, wird bei ihrer Entscheidung keine Rolle spielen, ist Barth überzeugt. "Wir können keine regionale Bevorzugung erwarten. Bei ihr geht es nur nach Leistung." Der Vereinschef rechnet fest mit einer Nominierung von Michaelis. Nochmal eng für den 31-jährigen gehandikapten Sportler könne es nur werden, wenn mehr Schwimmer die Normzeit unterbieten, als deutsche Startplätze in London zur Verfügung stehen.
Laut BFV-Vorsitzenden wäre es der vierte Start von Swen Michaelis bei Paralympics, der Verein würde sogar zum sechsten Mal in Folge bei der bedeutsamsten Sportveranstaltung für Versehrte vertreten sein. "Für uns ist damit keine besondere Förderung verbunden. Aber es hängt ein gewißes Prestige dran, und bei Gesprächen mit Sponsoren könnten wir beßer argumentieren", erklärt Barth. Der erfolgreichste Sportler des Vereins startet in der Klaße Dysmelie/S6. "Er ist körperbehindert mit Fehlbildungen von Gliedmaßen am rechten Arm und an beiden Beinen", erläutert der BFV-Vorsitzende.
Neben dem erfolgreichen Auftritt von Michaelis habe es bei den internationalen deutschen Titelkämpfen noch weitere gute Resultate von Chemnitzer Schwimmern gegeben. So gewann der stark sehbehinderte Andre Müller über 50 Meter Brust die Silbermedaille. Im Nachwuchsbereich konnte sich die geistig behinderte Lisa Tautenhahn mit Bronze über die 50-MeterRückendistanz schmücken.
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 13.03.2012

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Spannende Wettkämpfe im kühlen Nass

Nahezu 130 Akteure haben am Schwimmfest für Behinderte teilgenommen. Viele nationale und internationale Spitzenathleten fehlten jedoch.
(Von Bernd Wild) Christian Flemming steht am Beckenrand und wartet auf das Startsignal, das wenige Sekunden später ertönt. Dann absolviert er die 400 Meter Freistil.Der 15-Jährige gehört zu den Teilnehmern des Schwimmfestes vom Behinderten und Freizeitsport-Verein (BFV) Ascota Chemnitz. Zum 13. mal findet die Veranstaltung am Sonnabend in der Schwimmhalle im Sportforum statt. "Dieser Wettkampf bietet einerseits für den Nachwuchs die Möglichkeit, sein Potenzial zu beweisen und andererseits können sich hochkarätige nationale und internationale Kader mit der Konkurrenz messen", sagt Uwe Barth, Vorsitzender des Vereins. Teilnehmer sind vor allem Körperbehinderte, Sehgeschädigte und Geistigbehinderte. Diese liefern sich viele spannende Wettkämpfe.
Der 15-jährige Christian Flemming zeigt sichmit seiner Leistung zufrieden. "Ich gehöre seit fünf Jahren dem BFV Ascota an und es macht mir viel Spaß", sagt er. Viermal in der Woche gehe er zum Training. Als weiteres Hobby spiele er gern Fußball oder fährt Rad. Erst seit zwei Jahren gehört Lisa Tautenhahn der Sektion Schwimmen von Ascota an. "Ich freue mich, dass ich beim Vier-Bahn-Kraulschwimmen gewonnen habe", sagt die 14-Jährige stolz. Das Kraulschwimmen sei auch ihre Lieblingsdisziplin. Dagegen schwimmt Nico Clemens lieber die Bruststrecken. Für den 10-jährigen BFV-Sportler stehen zum Schwimmfest drei Starts auf dem Programm. In der Freizeit spiele er Fußball.
Alle drei Sportler gehören zur Trainingsgruppe von Claudia Lange. Sie ist seit der Geburt selbst körperbehindert und war als Schwimmerin aktiv. "Wir haben in den beiden Leistungsgruppen sowohl Behinderte als auch Nichtbehinderte. Wichtig ist dabei, dass das Miteinander funktioniert. Und da haben wir keine Probleme", meint sie. 2004 habe sie mit dem Schwimmen aufgehört und den Trainerschein gemacht. "Ich möchte diese ehrenamtliche Funktion nicht missen, auch wenn eine Menge Freizeit dafür draufgeht", sagt Lange. über das Engagement der Trainer freut sich auch Vereinschef Uwe Barth. "Sie bekommen seit Jahren nur eine geringe Aufwandsentschädigung. Wir hätten gern einen hauptamtlichen Trainer. Aber den können wir nicht bezahlen", so Barth. Was die Fördermittel von Stadt und Land betreffe, so gelten für Vereine, in der hauptsächlich Behinderte Sport treiben, dieselben Richtlinien wie bei anderen Sportvereinen.
Den BFV Ascota gibt es seit 1997. "Vorher waren wir eine Sektion von TuS Ascota", erklärt der Vereinsvorsitzende. Derzeit habe man an die 400 Mitglieder. Die meisten gehören zur Abteilung Schwimmen. Darüber hinaus biete der BFV Rollstuhltanz, Goalball, eine Mannschaftssportart für Sehbehinderte, sowie Gymnastik als Rehabilitation an. Aushängeschild im Verein ist derzeit Sven Michaelis. Der 31-jährige mehrfache Weltund Europameister sei derzeit voll in der Vorbereitung auf die Paralympics in London. Auch er hat in den vergangenen Jahren stets am Schwimmfest in Chemnitz teilgenommen. Dieses gehört seit 13 Jahren zum festen Veranstaltungskalender. "Dabei kommen Akteure aus dem gesamten Bundesgebiet nach Chemnitz", sagt Barth. Er hätte sich aber am Sonnabend ein paar mehr Teilnehmer gewünscht. "Vor allem die nationale internationale Spitze hat gefehlt. Das hängt damit zusammen, dass viele bei den Dänisch-Open am Start waren. Dieser hochkarätige Wettkampf hat parallel zu unserem Schwimmfest stattgefunden", so der Vereinsvorsitzende. Deshalb wolle man in den nächsten Jahren versuchen, die Veranstaltung in Chemnitz um zwei, drei Wochen nach hinten zu verschieben. "Ich hoffe, dass wir von der Stadt einen Termin bekommen", so Barth.

"Wir hätten gern einen hauptamtlichen Trainer."
Uwe Barth Vereinsvorsitzender
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 11.07.2011

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Swen Michaelis: Erfolgshunger noch nicht gestillt

Keine Medaille bei den Europameisterschaften der behinderten Schwimmer für Swen Michaelis
(Von Claudia Pauli) Berlin. Swen Michaelis, der Schwimmer vom BFV Ascota Chemnitz, erlebte in seinem 14. Jahr auf internationaler Bühne eine herbe Enttäuschung. Sein einziger Trost: &UUuml;uml;ber die 100 m Rücken hat er eine persönliche Jahresbestzeit errungen. "Die Zeit hat gestimmt, wenn andere noch schneller sind, kann man nichts machen", stellt er nüchtern fest. Am Ende standen für ihn ein vierter, zwei fünfte und zwei sechste Plätze zu Buche. Seine Enttäuschung wollte er nicht verbergen. Aber das kleine Leistungstief kommt nicht von ungefähr.
Die Wettkampfwoche hat geschlaucht. "Anfang Juni im Trainingslager hatte ich mit einem Infekt zu kämpfen, danach hat der Magen rebelliert. Ich merke jetzt, dass mir da einfach ein paar Körner fehlen", beschreibt er seine aktuelle Form. "Ich hatte mir mehr erhofft. Aber ich habe alles gegeben mehr war diesmal nicht drin", gibt er offen zu. Das Ergebnis spiegelt für den 30-Jährigen auch die schwierigeren Trainingsumstände wider. Seit Anfang des Jahres ist er in einer niedrigeren Fördergruppe. Das heißt, der Diplom-Finanzwirt muss eine 35-Stunden-Arbeitswoche am Landesamt für Steuern und Finanzen und das Trainingspensum für internationale Wettkämpfe unter einen Hut bringen. "Es fehlt jetzt Zeit zur Regeneration und dafür, sich auf eine intensives Training zu konzentrieren", stellt er fest.
Swen Michaelis, der seit der Geburt an Dysmelie (Fehlbildung von Gliedmaßen) leidet, startet seit 14 Jahren permanent bei internationalen Titelkämpfen. Stets schaffte er den Sprung in die Auswahlteams, erkämpfte bisher 16 Medaillen bei Paralympics (2), Welt(4) und Europameisterschaften (10). UUuml;nd er hält an seinem großen Ziel fest: die Teilnahme an den Paralympics in London 2012. Sein Erfolgshunger ist noch lange nicht gestillt. "Nach den Spielen werde ich darüber nachdenken, wie lange ich das noch machen will. Es ist nicht immer einfach sich zu motivieren. Gerade in Anbetracht der starken internationalen Konkurrenz."
Gegen Länder wie die UUuml;kraine, Großbritannien oder Russland, in denen die Sportler Vollprofis sind und fast den gleichen Status und die gleiche Förderung bekommen wie die nicht behinderten, sei es immer schwerer sich durchzusetzen. Trotzdem möchte er das Erlebnis Europameisterschaft im eigenen Land nicht missen. "Freunde und Familie sind hier, das motiviert ungemein." Nebenbei erlebte der sympathische 30-Jährige einen besonderen Höhepunkt. Am Wochenbeginn durfte er sich als Experte bei Live-&UUuml;uml;bertragungen im Internet versuchen und hatte prompt das besondere Vergnügen, den Bronzelauf seiner Freundin Stefanie Weinberg über 50 m Freistil zu kommentieren. "Es war ein tolles Erlebnis, ihren Erfolg aus dieser Perspektive zu erleben."
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 06.07.2011

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Bestzeiten reichen nicht für das Podest

Bei der Europameisterschaft der Behinderten-Schwimmer in Berlin sind an den ersten Tagen bereits viele Rekorde gepurzelt
(Von Sascha Wittich) Berlin/Chemnitz. Seit Sonntag laufen im Europasportpark in Berlin die Europameisterschaften der Behinderten-Schwimmer. Mit mehr als 440 Teilnehmern aus 36 Läauml;ndern ist es die bislang größte Schwimm-Meisterschaft in der Geschichte des Internationalen Paralympischen Komitees.
Die 30 deutschen Starter, darunter Swen Michaelis vom BFV Ascota Chemnitz, sehen sich bei ihrer Heim-EM starker Konkurrenz gegenüber. "Ein Jahr vor den Paralympics ist das Niveau schon enorm", sagt Bundestrainerin UUuml;te Schinkitz. Trotz Bestzeiten hat es für einige deutsche Schwimmer bislang nicht zu einer Medaille gereicht. "Wir hatten auch etwas Pech mit mehreren vierten Plätzen." Alleine am ersten Wettkampftag haben die Athleten fünf neue Weltund vier Europarekorde aufgestellt.
Michaelis musste sich über 400 Meter Kraul mit Platz fünf zufrieden geben. "Das war nicht seine beste Leistung. Die ersten 200 Meter waren sehr gut, dann ist Swen abgefallen", so Schinkitz. Das zweite Rennen, das Halbfinale über 50 Meter Rücken, beendete Michaelis auf Rang drei.
Insgesamt geht der 30-Jährige bei seiner fünften Europameisterschaft fünf Mal an den Start. Seine Lieblingsstrecke, 100 Meter Rücken, steht am Freitagabend auf dem Programm. "Bis dahin ist noch genug Zeit, das erste Rennen zu verarbeiten", schätzt Schinkitz ein. Das Ziel ist dann ein Podestplatz, um die Sammlung der EM-Medaillen auf elf zu erweitern.
Das deutsche Team hat sich Platz fünf im Medaillenspiegel zum Ziel gesetzt. "Bei der EM in Reykjavik 2009 waren wir Fünfter. Letztes Jahr bei der Weltmeisterschaft in Eindhoven fünftbestes europäisches Team", erklärt Bundestrainerin Schinkitz. Derzeit liegen die deutschen Schwimmer mit elf mal Edelmetall auf Platz acht. Daniela Schulte holte zwei Mal Gold, dazu kommen sechs Mal Silber und drei Mal Bronze. "Was die Medaillen angeht, liegen wir hinter unserem Plan zurück, aber so sollte man das nicht sehen", sagt Schinkitz. Es sei viel wichtiger, dass die Schwimmer gute Leistungen zeigen egal welche Platzierung am Ende herausspringt.
Die EM begann am Sonntag in einer gut gefüllten Halle. Die Wettkämpfe dauern die ganze Woche. Nächsten Samstag und Sonntag rechnet Schinkitz wieder mit größerem Zuschauerzuspruch: "UUuml;nter der Woche wird ja gearbeitet, aber am Wochenende ist die Halle hoffentlich richtig voll."
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 15.03.2011

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Zeit der Spitzentalente ist erst einmal vorbei

112 Aktive mit unterschiedlichen Behinderungen gingen im Sportforum auf die Jagd nach Bestzeiten. Das Schwimmfest des BFV Ascota fand zum zwölften Mal statt.
(von Jürgen Werner) Wer einen Wettkampf im Behindertensport verfolgt, muß sich erst einmal orientieren. Vor allem die Vielzahl sogenannter Schadensklaßen, in denen die Athleten klassifiziert nach ihrem jeweiligen Handikap starten, verwirrt zunächst. "Die Einteilung ist aber notwendig, denn nur so sind die Leistungen überhaupt miteinander vergleichbar", sagt UUuml;we Barth, Vorsitzender des Behindertenund Freizeitsportverein (BFV) Ascota.
Mit dem, was seine 46 Schützlinge beim Schwimmfest des Vereins im Becken zeigten, war er zufrieden. "Speziell unsere Spitzenschwimmer, wie Andre Müller und Markus Zieger, die beide sehbehindert sind, haben gezeigt, daß sie ihre Nominierung für die Deutschen Meisterschaften am 1. Mai in Berlin verdient haben." Die Starterzahl hätte allerdings höher sein können, findet Barth. "Leider finden seit einigen Jahren die Danish Open in Esbjerg parallel zu unserem Schwimmfest statt. Nationalmannschaftskader kommen deshalb nicht zu uns", bedauert der Vorsitzende.
Einer war allerdings doch da, weil er krankheitsbedingt in Dänemark nicht an den Start gehen konnte. Swen Michaelis, Paralympics-Starter und zweifacher Bronzemedaillengewinner bei der EM 2009 in Reykjavik, übernahm die Siegerehrungen. "Es ist schön, mal wieder mit alten Weggefährten und Bekannten ins Gespräch zu kommen", erklärte der 29-jährige, der wegen beßerer Bedingungen in Leipzig trainiert. Höhepunkt in diesem Jahr sei die Europameisterschaft Ende Juli in Berlin. "Darauf bereite ich mich akribisch vor. Nächste Woche geht es ins Trainingslager nach Zypern", erzählte Michaelis. Noch bis zu den Paralympics 2012 in London wolle er weitermachen.
Sorgen bereitet die Nachwuchßituation im Versehrten-Schwimmen. "Ein absolutes Spitzentalent wie Swen Michaelis oder Maria Götze haben wir derzeit nicht", sagt UUuml;we Barth. Freistilschwimmer Norman Flemming (Sehbehinderung), der als größte Hoffnung des Vereins 2010 am paralympischen Jugendlager in Vancouver teilgenommen hatte, könne aus privaten Gründen keinen Leistungßport mehr ausüben. Es sei generell sehr schwierig, Talente zu finden. "Immer mehr Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen besuchen Regelschulen. Damit sind sie für uns schwerer zu greifen. Außerdem können wir als Verein nicht den Transport zum Training und zurück übernehmen. Hier sind Eltern und Verwandte gefragt, woran es oft scheitert", so Barth. Eltern behinderter Kinder würden zudem oft übervorsichtig mit ihrem Nachwuchs umgehen.
Eine Möglichkeit, um zumindest das Transportproblem zu lösen, könnte eine Kooperation mit dem Sporthort der Integrativen Sportund Bildungsförderung (ISB) in der Werner-Seelenbinder-Straße sein. Dieser verfügt über drei Fahrzeuge, mit denen Kinder an jedem Schultag nach dem UUuml;nterricht aus Grundschulen im gesamten Stadtgebiet abgeholt werden. Das Problem: Die Mehrkosten, insbesondere für den Sprit, müßte der BFV tragen und diese auf die Eltern der betreffenden Sportler umlegen.
 

Sachsen Fernsehen vom 15.03.2010

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Ascota Schwimmfest in Chemnitz

Mehr als 140 behinderte Schwimmer aus ganz Sachsen und Deutschland haben am Samstag am 11. Internationalen BFV Ascota Schwimmfest in Chemnitz teilgenommen. Neben dem gastgebenden Verein nahmen daran auch Teams unter anderem aus Leipzig, Plauen, Magdeburg oder auch Potsdam teil. Insgesamt schickten 20 Vereine ihr Schwimmer hier in den Wettbewerb. In allen Altersklassen und Schwimmstilen wurde in der Schwimmhalle des Sportforums Chemnitz um die besten Platzierungen gekämpft. Bereits jetzt steht fest, dass es im März im kommenden Jahres wieder ein solches Schwimmfest in Chemnitz geben wird, so hieß es zumindest von Seiten der Veranstalter.
 

Blick Chemnitz vom 14.03.2010

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Mit Handicap auf Medaillen-Jagd

131 Athleten aus 20 Vereinen waren gestern beim Ascota-Schwimmfest am Start
Chemnitz(JW). Ob Einschränkung oder nicht. Wenn es hart auf hart kommt, dann wird sich nichts geschenkt. Mehr als 130 behinderte Schwimmer aus dem gesamten Bundesgebiet kämpften gestern in der Schwimmhalle des Sportforums um Siege und Medaillen. Für den BFV Ascota bedeutet die Ausrichtung des vereinseigenen Schwimmfestes viel. "Für uns ist das der Jahreshöhepunkt.", sagt Vereinsvorstand UUuml;we Barth. Sämtliche Teilnehmer hatten entweder eine körperliche, visuelle oder geistige Einschränkung, gestartet wurde auf den verschiedenen Distanzen in zahlreichen Schadensklassen. "Damit die Leistungen trotz der verschiedenen Behinderungen untereinander vergleichbar bleiben, gibt es ein kompliziertes Punktesystem", erklärte Barth, der Schwimmen als den für behinderte Menschen am besten geeigneten Sport überhaupt ansieht. "Man braucht keinerlei teure Hilfsmittel. Fast jeder kann sich zudem über Wasser halten." Als größtes Nachwuchstalent des Vereins gilt Freistilschwimmer Norman Flemming, der zurzeit bei einem Jugendcamp (Paralympisches Jugendlager, Anm. d. BFV Ascota) in Vancouver weilt. Aber auch dessen Bruder Christian sowie Pauline Schneider, die gestern beide überzeugten, können vielleicht in die Fußstapfen von Maria Götze treten. Die achtmalige Goldmedaillengewinnerin bei Paralympics war gestern ebenfalls in der Halle mit Baby Benjamin (zwei Monate alt). "Ich habe meine Karriere beendet, aber bald geht es zum Babyschwimmen", erzählt sie. In der Medaillenpause durfte sich der BFV Ascota zudem über eine Spende von 500 Euro freuen. Eine Seniorensportgruppe hatte das Geld über das gesamte Jahr 2009 hinweg gesammelt. Mit der Summe soll nun ein neuer Materialwagen für Schwimmgeräte in der Schwimmhalle Am Südring angeschafft werden, wo die BFV-Athleten trainieren.
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 12.03.2010

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131 Starter bei Ascota-Schwimmfest

Behindertensport. 131 Starter aus 20 Vereinen des gesamten Bundesgebiets werden morgen zur elften Auflage des Schwimmfestes des BFV Ascota erwartet. Der erste Startschuss in der Schwimmhalle des Sportforums ertönt um 10 UUuml;hr. "Chemnitz wird bei den Wettbewerben durch 45 Aktive repräsentiert", blickt Vereinsvorsitzender UUuml;we Barth voraus. Insgesamt seien 409 Starts zu bestreiten. Barth erwartet einen "hochkarätigen Wettkampf", zu dessen Gelingen auch die ehrenamtlichen Helfer des BFV Ascota beitragen wollen.
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 06./07.02.2010

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Weltspitze in Kanada hautnah erleben

Behindertensport: Norman Flemming nimmt am 1. Paralympischen Jugendlager in Vancouver teil
Chemnitz (fp). Ein freudiger Aufschrei ging durchs Haus, als die alles entscheidende E-Mail eingetroffen war. Norman Flemming vom Behindertenund Freizeitsportverein (BFV) Ascota Chemnitz hat es tatsächlich geschafft: Er nimmt als einer von insgesamt nur zwölf jungen Leuten aus Deutschland am 1. Paralympischen Winter-Jugendlager in Vancouver teil. Vom 11. bis 22. März wird er bei den Paralympics, den Olympischen Spielen für Versehrte, die Weltspitze im Behindertensport hautnah erleben. "Wir werden natürlich die deutschen Starter anfeuern. Fünf verschiedene Sportarten schauen wir uns an.", erzählt Norman Flemming voller Vorfreude.
Bei der Bewerbung für das Jugendlager mussten einige sportliche Leistungen nachgewiesen werden. Für den 17-jährigen Chemnitzer kein Problem. "Ich bin internationaler deutscher Nachwuchsmeister im Behindertenschwimmen und habe ein paar deutsche Titel geholt.", berichtet Norman, der eine angeborene Sehschwäche mit etwa 15 Prozent Sehkraft hat. Das nasse Element war schon immer sein Ding. In Nordrhein-Westfalen, wo die Familie zwischenzeitlich wohnte, meldete er sich bei einem Schwimmverein an.
"Das war damals noch reiner Freizeitsport", erinnert sich Norman. 2004 ging es zurück nach Chemnitz und seitdem hägt er sich leistungssportlich immer mehr rein. Von der Chemnitzer Bundestrainerin UUuml;te Schinkitz wurde das Talent inzwischen in die Jugend-Nationalmannschaft berufen, wie seine Mutter Carmen Simon nicht ohne Stolz berichtet. "Frau Schinkitz hat Norman auch animiert, ab Herbst dieses Jahres am Olympiastützpunkt in Leipzig zu trainieren. Dort hat er einfach mehr und bessere Trainingsmöglichkeiten", erklärt Carmen Simon, die Schatzmeisterin beim BFV Ascota ist. Zudem wird sich Ihr Sprössling zum Bürokaufmann ausbilden lassen. Den Wechsel in eine andere Stadt sieht sie unproblematisch. "Norman ist kein Mama-Söhnchen", sagt die Mutter und schmunzelt.
Doch zunächst steht Vancouver vor der Tür. Obwohl für den Trip ins Paralympische Jugendlager 950 Euro zuzuzahlen sind, habe es für die Familie keinen Zweifel gegeben, dass Norman mitfliegt. "Ich freue mich auf alles dort, vor allem auf die Atmosphäre. Wir werden beispielsweise beim Eishockey, Biathlon und den Mono-Skiwettbewerben zugucken", berichtet der 17-Jährige, der 2008 bereits das Paralympische Sommerlager in Peking besucht hat. Diese Reisen sollen auch einen Motivationsschub für die eigene Laufbahn bewirken. In der Beziehung hat Norman Flemming viel vor. "Mein Ziel ist es bei den Paralympics 2012 in London und 2016 in Rio zu starten", nennt er seine großen Vorhaben.
 

Blitzpunkt (Ausgabe Chemnitz) vom 30.01.2010

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Flemming nach Vancouver

Behindertensport: Norman Flemming vom BFV Ascota Chemnitz nimmt am 1. Paralympischen Winter-Jugendlager der Deutschen Behindertensportjugend (DBSJ) in Vancouver teil. Nicht nur die internationale Weltspitze im Behindertensport wird der Schwimmer hautnah erleben dürfen, sondern auch die deutschen Teilnehmer anfeuern und teilweise persönlich kennen lernen. Norman wird mit zwölf anderen Jugendlichen erst in Vancouver und dann in Whistler in der Nähe zu den Wettkampfstätten wohnen. Diese Nähe zu den Wettkampfstätten und damit die Möglichkeit möglichst viele Wettbewerbe zu erleben, wird sicher zu einem einmaligen prägenden Erlebnis. In Whistler werden sie dann auch mit Jugendlichen des amerikanischen Jugendcamps zusammentreffen.
 

Amtsblatt vom 25.11.2009

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Swen Michaelis schwimmt Europarekord

Chemnitzer Aufgebot kehrt erfolgreich von den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften zurück
Vom 14. bis 15. November fanden in Wuppertal die 8.Deutschen Kurzbahn- Meisterschaften des Deutschen Behindertsportverbandes statt. In den vergangen sieben Jahren wurde diese Veranstaltung, die ihre Geburtsstunde in Chemnitz hatte, auch hier vom BFV Ascota Chemnitz ausgerichtet. Der Schwimmclub entsandte eine Mannschaft von sieben körper- und sehbehinderten Athleten nach Nordrhein-Westfalen, die sich dort mit Sportlern aus ganz Deutschland messen sollten. UUuml;nter den Aktiven fand sich auch der Paralympicsstarter und Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften 2009, Swen Michaelis. Die Schwimmer des Vereins konnten in fast allen bestrittenen Wettkämpfen persönliche Bestleistungen erringen. Dies spiegelt sich in den 11 Gold-, drei Silber, vier Bronzemedaillen und etlichen Deutschen Rekorden wieder. Höhepunkt der Leistungen stellte der neue Europarekord von Swen Michaelis über 100 Rücken dar. In Sachen Nachwuchs kann der Verein ebenfalls zufrieden sein. Der 16-jährige sehbehinderte Norman Flemming wurde während der Veranstaltung durch Bundestrainerin UUuml;te Schinkitz in den C/D-Kader der Nationalmannschaft Schwimmen des DBS berufen. Dies stellt für den jungen Schwimmer, der in die Fußstapfen des ehemaligen Chemnitzer Paralympicsgewinners Daniel Clausner treten will, einen wichtigen Schritt in Richtung Weltspitze dar. Der Verein wird sein Möglichstes tun, ihn dabei zu unterstützen. "Wichtiges Ziel des Vereins ist dabei die Realisierung einer hauptamtlichen Trainerstelle, da das benötigte Trainingspensum allein mit ehrenamtlichen Trainern nicht mehr zu stemmen ist", erklärt UUuml;we Barth vom BFV Ascota Chemnitz.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 31.10.2009

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Medaillen für die Zukunft besonders wertvoll

Behindertensport: Swen Michaelis von Ascota Chemnitz bei der Schwimm-EM zweimal auf dem Podest
CHEMNITZ. Swen Michaelis von Ascota Chemnitz erkämpfte bei den Europameisterschaften der behinderten Schwimmer in Reykjavik zwei Bronzemedaillen (100 m Freistil, 100 m Rücken). Der 28-Jährige startet bereits seit 1997 international, wobei er nunmehr insgesamt 16 mal Edelmetall (Paralympics/2; WM/4; EM/10) auf seinem Konto hat. Mit dem Diplomfinanzwirt, der seit der Geburt an Dysmelie (Fehlbildungen von Gliedmaßen) leben muss, sprach nach der Rückkehr Martina Martin.

Freie Presse: Wie fällt Ihre persönliche EM-Bilanz aus?
Swen Michaelis: Insgesamt bin ich zufrieden und sehr froh, dass es mit den Medaillen trotz meiner Finger-Verletzung noch geklappt hat. Denn nach den ersten Tagen mit zwei vierten Plätzen war ich schon ein bisschen enttäuscht, obwohl meine Zeiten fast alle besser waren als bei den Paralympics in Peking 2008.
Freie Presse: Was hatte es mit der Verletzung genau auf sich?
Freie Presse: Im Vorlauf über 200 m Lagen habe ich so unglücklich angeschlagen, dass ich mir einen Kapselriss im linken Mittelfinger zuzog. Ich war danach ziemlich niedergeschlagen. Mit einem getapten Finger schwamm ich aber am nächsten Tag Bestzeit über 100 m Freistil und gewann meine erste Medaille. Da war ich überglücklich und erleichtert, denn an den Resultaten hängt ja auch viel für die Zukunft dran.
Freie Presse: Inwiefern?
Michaelis: Als Medaillengewinner besitzt man zum Beispiel beste Chancen, weiter im Topteam des Verbandes zu bleiben. Da kann man verkürzt tätig sein bei mir sind es 75 Prozent und die übrige Zeit zum Training nutzen. Den finanziellen Ausgleich erhält der Arbeitgeber dabei über die Sporthilfe. Das hilft uns enorm, sonst könnten wir nicht auf diesem Niveau schwimmen.
Freie Presse: Optimale Bedingungen für internationale Spitzenleistungen sehen jedoch anders aus?
Michaelis: Sicher, in Ländern wie England oder Brasilien wird der Behindertensport viel professioneller unterstützt. Auch die UUuml;krainer waren verwundert, als ich ihnen erzählte, dass ich arbeiten gehe. Sie würden nur schwimmen und schlafen. Zudem erhalten sie an Prämien für einen Paralympics-Sieg etwa eine zehnfach höhere Summe. Einiges hat sich bei uns auch verbessert.
Freie Presse: Dazu gehört sicher, dass seit einem Jahr die Chemnitzerin UUuml;te Schinkitz erstmals eine hauptamtliche Trainerstelle besetzt?
Michaelis: Auf alle Fälle, denn vorher musste alles ehrenamtlich geregelt werden. Doch jetzt ist die Betreuung viel umfassender und intensiver. Wir arbeiten mit einer Sportpsychologin und einem Analysetrainer eng zusammen, haben intensive Leistungsdiagnostik und mehr gemeinsame Lehrgänge. Es hat sich alles schon ausgezahlt. Lagen wir in Peking im Vergleich der europäischen Länder nur auf Platz zwölf, so belegten wir mit 38 Medaillen dieses Mal Rang fünf.
Freie Presse: Gab es schon Gelegenheiten zum Feiern?
Michaelis: Noch nicht viele. Aber ich erlebte eine nette Begebenheit, als ich für die Skatrunde mit meinen Kumpels Getränke holte. Der Besitzer des Geschäftes erkannte mich und meinte spontan, dass er meinen Einkauf als Sponsor übernimmt.
Freie Presse: Wie sehen Ihre weiteren Vorhaben aus?
Michaelis: Langfristig bleibt mein Ziel, 2012 in London nochmals die Paralympics zu erleben. Bis dahin sind die WM 2010 in Eindhoven und die EM 2011 in Berlin die reizvollsten Ereignisse.


 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 26.10.2009

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Zweimal Bronze für Swen Michaelis

Reykjavik. Swen Michaelis von (BFV) Ascota Chemnitz erschwamm bei den Europameisterschaften der behinderten Schwimmer in Rekjavik (island)über 100 m Rücken und 100 m Freisil jeweils Bronze.Außerdem erreichte er zwei vierte Plätze, wurde je einmal Fünfter und Sechster. "Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Auf fast allen Strecken war ich schneller als bei den Paralympics 2008 in Peking.", freute sich der 28-jährige. (MM)

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 14.09.2009

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BFV Ascota erhät Geldprämie

Der Behindertenund Freizeitsportverein (BFV) Ascota hat im Rahmen des "3. Regio-Sportpreis" der PSD Bank Sachsen 700 € gewonnen. Das Geld soll für die Anschaffung dringend benötigter &UUuml;uml;bungsgeräte der Abteilung Wassergymnastik verwendet werden. "Mit diesem Sportangebot spricht der Verein seit 10 Jahren insbesondere Menschen mit Gelenkbeschwerden, Haltungsund Muskelschwächen, Muskelschmerzen und Durchblutungsstörungen an", heißt es in einer Pressemitteilung (ms)

 

Sachsen Fernsehen vom 23.03.2009

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BFV Ascota Schwimmfest 2009

Der Behindertensport wird oftmals nur beiläufig erwähnt zu UUuml;nrecht eigentlich. Dass die Behindertensportvereine auch hochklassige Talente hervorbringen zeigt beispielsweise der BFV Ascota Chemnitz. Der hatte am Wochenende sein 10. Schwimmfest veranstaltet.
Zum mittlerweile traditionellen, international offenen Schwimmfest lud am vergangenen Samstag der Behindertenund Freizeitsport-Verein Ascota in das Chemnitzer Sportforum ein. Obwohl in diesem Jahr leider keine ausländischen Starter gemeldet waren, konnte sich die Starterliste mit 15 teilnehmenden Vereinen und 100 Schwimmern aus ganz Deutschland trotzdem sehen lassen. Mit dabei waren unter anderem die beiden Paralympics Teilnehmer Maria Götze und Swen Michaelis. Beide schwimmen schon seit 17 Jahren und seit 1996 für den Chemnitzer Behindertenund Freizeitsport-Verein. UUuml;nd während die 2-fache Medaillengewinnerin in Peking, Maria Gätze, ihre Leistungskarriere mittlerweile beendet hat, schaut Swen Michaelis schon auf die kommenden Herausforderungen.
UUuml;nd da kam es nicht unbedingt darauf an, jedes Rennen zu gewinnen, sondern vielmehr zu sehen wo man zur Zeit steht und wie man sich im Vergleich mit anderen schlägt, so Michaelis. Seit einiger Zeit wird im Behindertenschwimmsport ein Modus angewendet, der es wesentlich vereinfacht, die Leistungen der verschiedenen Behinderungsgrade miteinander zu vergleichen. Swen Michaelis startet in der Klasse S6. Dort gehen Schwimmer mit zum Beispiel fehlenden Gliedmaßen oder auch die Kleinwüchsige Maria Götze an den Start. Beide hatten an diesem Tag keine neuen Bestzeiten aufgestellt, konnten aber trotzdem überzeugen. Michaelis schwamm bei den 100m Rücken knapp über die 700-Punkte-Marke und Maria Götze verpasste bei den 50 sowie den 100 Metern Freistil nur knapp die 600er Marke.
Obwohl nicht alle Topschwimmer im Behindertenschwimmsport an diesem Wochenende in Chemnitz zu Gast waren, ist Organisator UUuml;we Barth trotzdem mit der Beteiligung am 10. Schwimmfest der Ascota Chemnitz und den Leistungen der Sportler sehr zufrieden.

 

Wochenspiegel (Ausgabe Chemnitz) vom 14.03.2009

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Internationales BFV Ascota Schwimmfest

(red.) Am 21. März findet in Chemnitz bereits zum 10. Mal in Folge das Internationale BFV Ascota Schwimmfest statt. Der BFV Ascota Chemnitz e.V. wird, wie auch die Jahre zuvor, erneut als Ausrichter fungieren und in der Schwimmhalle des Sportforums Chemnitz einen hochkarätigen Wettkampf bieten. Erwartet werden neben den beiden Chemnitzer Athleten in Peking 2008, Maria Götze (1x Silber, 1x Bronze) und Swen Michaelis auch weitere nationale und internationale Schwimmer. Wettkampfbeginn ist 10 UUuml;hr. Weitere Informationen gibt es unter www.bfv-ascota.de.

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 20.03.2009

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Resonanz läßt nach

10. Schwimmfest von Ascota
Behindertensport. Die Schwimmhalle im Sportforum ist morgen Austragungsort des internationalen Ascota-Schwimmfestes. Zur zehnten Auflage der Veranstaltung haben sich mehr als 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland angekündigt. UUuml;nter anderem auch die Chemnitzer Paralympics-Teilnehmer Maria Götze und Swen Michaelis. Ab 10 UUuml;hr können nicht nur die Profis ihr Können unter Beweis stellen, sondern auch der Nachwuchs. "Der Wettkampf ist in erster Linie ein Freundschaftswettbewerb. Zudem bietet er allen Sportlern eine gute Plattform sich mir der Konkurenz zu messen", betont Organisator UUuml;we Barth. Einziger Wermutstropfen: Alle elektronisch gemessenen Zeiten finden in diesem Jahr international keine Anerkennung. Wie Barth bestätigte, gab es mit der Anmeldung des Wettkampfes beim IPC (Internationales Paralympisches Kommitee) Probleme. Obgleich seiner Beliebtheit verzeichnet das Schwimmfest in den letzten Jahren rückgängige Teilnehmerzahlen. "UUuml;nd das, obwohl es in den Kalendern der Schwimmvereine ein fester Termin ist", beklagt der Vereinsvorsitzende und fügt hinzu: "Aber bei der derzeitigen wirtschaftlichen Situation überlegen sich viele Clubs zwei Mal, ob sie Geld für einen Wettkampf ausgeben." Somit fehlen dem Schwimmfest diesmal vor allem Starter aus Tschechien und Slovwenien. (fiedl)

 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 20.11.2008

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Der Blick geht bereits in Richtung London 2012

Behindertensport: Schwimmer bei Titelkämpfen in Chemnitz auf Rekordjagd Bundestrainerin UUuml;te Schinkitz hofft auf mehr UUuml;nterstützung
Chemnitz. Kirsten Bruhn wollte es gar nicht glauben. Doch die elektronische Zeitnahme hatte es eindeutig festgehalten: Sowohl über 50 als auch über 100 Meter Brust erzielte die querschnittsgelähmte Athletin Weltrekorde. "Das hat mich schon selbst überrascht. Aber auf der Kurzbahn schwimmen wir nicht so oft, da weiß man nicht genau, wo man steht", meinte die 39-Jährige, die auch noch von ihrem hohen Niveau, dass sie sich für die Paralympics erarbeitet hatte, profitierte. In Peking gewann sie Gold und weitere fünf Medaillen, avancierte damit zur erfolgreichsten deutschen Schwimmerin.
Der Steuerfachangestellten aus Neumünster, die 1991 einen Motorradunfall erlitt, erhielt deshalb in der vergangenen Woche eine besondere Auszeichnung: Sie wurde auf der Grundlage einer Publikumswahl per Internet zur "Behindertensportlerin des Jahres" gewählt. Auch das kam für sie völlig unerwartet. "Ein sehr schönes Gefühl und eine große Anerkennung für mich", wertete Kirsten Bruhn, die in den vergangenen Wochen bei verschiedenen Anlässen mehrfach im Blickpunkt stand. Aber dennoch begann sie wieder mit dem Training. So war es für sie selbstverständlich, wie bisher jedes Jahr, zu den Meisterschaften nach Chemnitz zu fahren. "Ich bin wieder gern her gekommen. Die Organisation ist bestens, die Atmosphäre locker und familiär. UUuml;nd man trifft nach längerer Zeit alle Leute wieder", begründete die Ausnahmeathletin, die mindestens bis 2012 aktiv bleiben will.
Besonders herzlich war dabei auch das Wiedersehen mit UUuml;te Schinkitz, deren Kompetenz sie sehr hoch einschätzt. Die Chemnitzerin, die seit den Paralympics als Bundestrainerin die behinderten Schwimmer betreut, nutzte diese Titelkämpfe, um auch die Auswahlathleten persönlich zu treffen und weitere Hinweise für Aktivitäten der kommenden Monate zu geben. Die 47-Jährige war sichtlich froh darüber, wieder einmal am Beckenrand tätig zu sein. Denn bislang gab es meist nur E-Mail-Kontakte, da sie zunächst eine Menge Schriftkram zu erledigen hatte. Die Analyse der paralympischen Ergebnisse, die Jahresplanung, die Leistungssportkonzeption bis 2012, methodische Herangehensweisen und viele weitere Dokumente wurden verlangt.
"Wir müssen langfristig viel professioneller arbeiten, dazu brauchen wir aber vor allem mehr Geld", zeigt sie die Problematik auf und hofft, dass sich nach den vielen Versprechungen der Verantwortungsträger diesbezüglich etwas bewegt. Sie denkt vor allem an das Topteam, das ausgewählten Sportlern die Gelegenheit gab, zu Gunsten größerer übungsumfänge verkürzt zu arbeiten. Das war vor Peking ein Jahr möglich, mit Blick auf London sollte es diese UUuml;nterstützung aus ihrer Sicht schon ab Januar 2009 geben.
Davon möchte auch der Chemnitzer Swen Michaelis profitieren, der jetzt erst einmal wieder im Vollzeitjob als Finanzwirt tätig ist und somit nur einmal täglich trainieren kann. Deshalb zeigte er sich mit seinen Meisterschaftsergebnissen, wo er im Vergleich aller Klassen (Punktetabelle anhand der Weltrekorde) einmal Gold über 400 m Freistil und dreimal Silber (200 m F, 2 Staffeln) gewann, sehr zufrieden. "Auch weil es in Peking nach meinen gesundheitlichen Problemen nicht wie erhofft klappte, ist mein Ansporn groß, die Paralympics 2012 noch einmal anzupeilen" will der 27-Jährige bis dahin noch einmal alles seinem Sport unterordnen. Im nächsten Jahr sind die EM in Island und die Kurzbahn-WM in Brasilien lohnende Ziele.
Seine langjährige Teamgefährtin Maria Götze verschwendet darauf jedoch keine Gedanken mehr. Sie hat zwar mit ihm zuletzt in der Vorbereitung auf die Heim-Meisterschaft wieder mehrfach trainiert und jetzt bei den Titelkämpfen nochmals vier Medaillen (je zwei Silber und Bronze) gewonnen, doch an ihrem internationalen Karrierenende hält sie fest. "Wenn ich wieder dabei bin, dann kribbelt es schon. Aber meine Entscheidung bleibt", gab die Steuerfachangestellte, die jetzt erst einmal eine Familie gründen möchte, zu. (MM)

 

Sachsen Fernsehen vom 16.11.2008

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Deutsche Meisterschaften in Chemnitz

Dass man trotz eines Handicaps große Leistungen bringen kann, wurde am Wochenende in Chemnitz gezeigt. Zum wiederholten Mal fand hier die Deutsche Kurzbahnmeisterschaft der Behinderten statt. UUuml;nd bei diesem Schwimmereignis waren die Chemnitzer Teilnehmer wieder weit vorn mit dabei. Auf den ersten Blick ein Schwimmwettbewerb, wie jeder andere. Erst auf den zweiten wird erkennbar, dass hier Behinderte auf den Bahnen unterwegs sind. In der Schwimmhalle am Südring in Chemnitz fanden am Wochenende die inzwischen siebenten Deutschen Kurzbahn Meisterschaften des Deutschen Behinderten Sportverbandes statt. Erneuter Ausrichter dafür war der BFV Ascota Chemnitz, der auch diesmal mit einer großen Teilnehmerzahl aufwarten konnte.

Nicht zu vergessen die mehr als 20 Kampfrichter. Es ist einiges, was der Chemnitzer Behindertenund Freizeitsportverein auf die Beine stellt. Teilnehmer aus Sachsen, wie zum Beispiel Leipzig aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet suchen hier ihre Besten. Mit dabei auch die Chemnitzer Schwimmerin Maria Götze, de bereits bei den Paralympics in Peking mit dabei war. Für sie haben diese Deutsche Meisterschaften einen ganz besonderen Stellenwert.

Die Zuschauer bei diesem Wettkampf auf den 25 Meter Bahnen kommen meist aus den eigenen Reihen. Geschuldet ist das bei diese Deutschen Meisterschaften der Kurzbahnen in erster Linie dem Platzangebot in der Schwimmhalle. In allen Schwimmarten suchen die Behinderten aus dem gesamten Bundesgebiet hier ihre Besten. Bei mehr als 170 Teilnehmern wird der Wettkampf daher auf zwei Tage gelegt. Zeit um auch mal wieder alte Bekannte zu treffen, denn die Schwimmer sind auch bei den Behinderten wie eine große Familie. UUuml;nterstützt wird der Chemnitzer Verein bei der Durchführung auch vom Bundesverband, allerdings ist das der geringste Teil. Viel wird selbst beigesteuert, zahlungskräftige Sponsoren sucht man hier leider oftmals vergebens. Doch die behinderten Sportler stört das nur am Rande. Denn auch für sie zählt, wie in allen Sportarten, egal ob Behindert oder Nichtbehindert, der olympische Gedanke, Dabei sein ist Alles.
 

Freie Presse (Ausgabe Chemnitz) vom 14.11.2008

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Paralympics-Teilnehmer in Chemnitz

Deutsche Schwimm-Titelkämpfe
Chemnitz. Die besten Schwimmer aus dem deutschen Behindertenbereich sind am Wochenende in Chemnitz zu Gast. Bereits zum siebenten Mal ist der BFV Ascota Ausrichter der nationalen Kurzbahnmeisterschaften. Insgesamt werden in den Kinder-, Jugend-, Erwachsenenund Seniorenklassen rund 180 Starter erwartet. "Das ist wieder ein neuer Teilnehmerrekord", freute sich Organisationschef Gunter Thiele über die erneut große Resonanz. Von ihm kam einst die Idee zu diesen Titelkämpfen im Winter, seit der ersten Auflage hat er alle Fäden in der Hand. "Bis auf die internationale Meisterschaft auf der Langdistanz im Frühjahr gab es für die Behinderten damals kaum Wettkämpfe. Das habe ich im Verband einfach mal angesprochen. UUuml;nd von Beginn an ist die Sache gut angekommen", berichtete der Chemnitzer, der auch als Trainer Sportler mit Handikap betreut. Angekündigt hat sich bis auf wenige Ausnahmen die gesamte nationale Spitze. Für die Paralympics-Starter ist es dabei das erste Kräftemessen nach dem Saisonhöhepunkt. Kirsten Bruhn aus Neumünster, die in Peking Gold sowie weitere vier Medaillen gewann und jetzt als deutsche Behindertensportlerin des Jahres ausgezeichnet wurde, ist die prominenteste Teilnehmerin. Auch Lokalmatadorin Maria Götze, die in China zweimal auf dem Podest stand, wird trotz der Verkündung ihres Karriere-Endes nochmals um Meriten kämpfen. Für den Chemnitzer Swen Michael sind die Meisterschaften indes schon eine wichtige Standortbestimmung für die kommenden Höhepunkte. (MM)

Zeitplan: Sonnabend, 10-17 UUuml;hr; Sonntag, 10-14 UUuml;hr; Wettkampfstätte: Schwimmhalle am Südring.
 

Sachsen Fernsehen vom 16.11.2008

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Empfang für Paralympicsteilnehmer

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig hat am Freitag die Chemnitzer Paralympicsteilnehmer feierlich empfangen. Am Freitagnachmittag hieß sie die beiden Schwimmer Maria Götze und Swen Michaelis im Rathaus willkommen. Zu Ehren ihrer sportlichen Leistungen in Peking haben sich beide Sportler in das Goldene Buch der Stadt Chemnitz eingetragen. Maria Götze hatte in der chinesischen Hauptstadt eine Silberund eine Bronzemedaille gewonnen. Mit diesen Erfolgen verabschiedet sich Götze jetzt erst einmal auf unbestimmte Zeit aus der Welt des Sports. Die Ausnahmeathletin möchte sich in nächster Zeit verstärkt ihrer Familie widmen.
 

Amtsblatt vom 10.09.2008

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Edelmetall: Chemnitzer Paralympics-Starter erfolgreich

Amtsblatt der Stadt Chemnitz vom 10. September 2008 (Ausgabe 39) als PDF
 

Amtsblatt vom 01.10.2008

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Paralympics-Teilnehmer empfangen

Im Goldenen Buch: Maria Götze und Swen Michaelis
Amtsblatt der Stadt Chemnitz vom 1. Oktober 2008 (Ausgabe 36) als PDF
 

Content: © 2007-2017 BFV Ascota Chemnitz e.V. | Letzte Änderung am 09.04.2017 um 20:17 Uhr
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